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Der große
Religionsphilosoph Romano
Guardini lehrte 1923-39 an der Berliner Universität
und wohnte in der Gemeinde
Schlachtensee, wo er es auch verstand, regelmäßig
ansprechende Kinderpredigten
zu halten. Katholisches Leben hatte hier 1908 wieder begonnen, als die
Ursulinen aus der Berliner Innenstadt in der heutigen Altvaterstr. 9
ein
kleines Internat mit einer Haushaltungsschule einrichteten. 1923 überließen
sie das Anwesen den Grauen
Schwestern von der hl. Elisabeth, die auf dem Grundstück
Nr. 8 wenige Monate zuvor
das St.-Theresien-Stift als Alters- und Erholungsheim eröffnet
hatten. In der Nr. 11 und
Nr. 10 hatten sie 1950/56-63/70 weitere Niederlassungen. |
| Die
1923 benedizierte St.-Michael-Kapelle der Schwestern (damals
Mariannenstr. 8)
wurde gottesdienstlicher Mittelpunkt der 1934 neugegründeten
Lokalie. Erster
Seelsorger war Karl Harmuth (1934-36), gefolgt von Alexander John
(1936-71),
mit dessen Amtsantritt die Gemeinde mit etwa 1500 Katholiken
seelsorglich
selbständig
wurde. Ein damals erworbenes Grundstück
in der Wasgenstraße
musste in der NS-Zeit treuhänderisch
übernommen
werden. Erst 1953-54
entstand nach Plänen
von Julius Schmidt ein märkischen
Dorfkirchen nachempfundenes Gotteshaus.
Sein Grundriss ist kreuzförmig,
über
dem Altarraum erhebt sich ein kurzer,
breiter Turm. Die Seitenschiffe enden unter tief herunter geführten
Schrägdächern,
im Innern sind sie durch
wuchtige Querbalken abgetrennt, auf denen von Hans Schrott-Fiechtl
geschnitzte
Figuren der zwölf
Apostel stehen. |
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Sie
gaben den Anlass für
das Patronat der Kirche, die am 29.6.1954 mit
ihrem damals bereits frei stehenden Altar konsekriert wurde. Das
Mosaikkreuz
in der Apsis entwarf Ludwig Peter Kowalski, die Orgel baute die Fa.
Klais 1960,
den Kreuzweg schuf 1963 Gerhard Winner. Als Seelsorgehelferin wirkte
hier
1938-80 Elisabeth Höffner,
leibliche Schwester des Kölner
Kardinals. Das Pfarramt befand sich seit
1947 in der Kaiserstuhlstr. 19, bis 1956/61 das Pfarr- und Gemeindehaus
in der
Tewsstr. 20 fertig gestellt war. Eine Kindertagesstätte
wurde 1965 eröffnet.
1955 wurde die Gemeinde
Pfarrei. |
| Fast 16 Jahre
später, 1971, ging Pfarrer Alexander John in den Ruhestand. Ihm
folgte Pfarrer
Dieter Schmidt. Er leitete die Gemeinde 32 Jahre lang und ging am 1.
August
2003 in den Ruhestand. |
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Am 5. Oktober 2003
wurde Pater Johannes Schwierzi, SDB, durch den Dekan des Dekanats
Steglitz/Zehlendorf, Pfarrer Ulrich Hempel, in das Amt des Pfarrers der
Gemeinde „Zu den heiligen Zwölf Aposteln“ feierlich
eingeführt. Seine besondere
Aufgabe war es, die Gemeinde auf die vom Bistum erwünschte Fusion
mit der
Gemeinde „St. Michael“, Wannsee, vorzubereiten. |
Am 28. Februar
2004
gestalteten beide Gemeinden gemeinsam in der
„Zwölf-Apostel-Kirche“ eine
Eucharistiefeier, um den Segen Gottes für die neu zu bildende
Gemeinde mit
etwas 4.300 Katholiken zu erbitten. Offiziell fand die Fusion am 1.
März 2004
statt. Der Name der Fusionsgemeinde lautet: „Zu den heiligen Zwölf
Aposteln“.
Die Gemeinde hat zwei Seelsorgestandorte: „St.Michael“, Wannsee, und
„Zu den
heiligen Zwölf Aposteln“, Schlachtensee. Pfarrer der
Fusionsgemeinde war bis November 2008
Pater Johannes Schwierzi, SDB. Seit September 2009 steht Pfarrer Armin
Kögler der Gemeinde vor; Subsidiar ist Herr Dr. Matthias Fenski.
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Auf dem
Gebiet der Pfarrei liegt in der Dreilindenstraße
Heim und Schule „Sancta
Maria" für
lern- und geistigbehinderte
Kinder, 1948/56 eröffnet
von aus Schlesien vertriebenen Hedwigsschwestern. 1964 wurde hier eine
eigene
Kirche geweiht. |
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