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Kirchen: Zwölf
Apostel,
Wasgenstraße 49, 14129 Berlin (Schlachtensee)
St.Michael, Königstraße 43, 14109 Berlin (Wannsee)
Pfarramt
Schlachtensee: Tewsstraße 20, Tel.: (030) 805 862 970 / Fax:
(030)
805 862 977
Pfarramt
Wannsee: Hohenzollernstraße 28, Tel.: (030) 805 11 57 / Fax:
(030) 806 02 958
Besucher
seit dem
31.1.2001
Manche Menschen sind unfähig geworden, sich ihre Zeit selbst einzuteilen, Entscheidungen zu treffen. Und nun ist keiner da, der ihnen ständig sagt, was jetzt an der Reihe ist. Für solche Menschen ist schon ein freies Wochenende eine schwer zu ertragende „sinnlose Zeit“,
Auch in der Ferienzeit muss ich
Entscheidungen treffen. Alltägliche Fragen nach der Zeit des
Aufstehens und dem Holen der Brötchen müssen entschieden
werden, aber auch andere :
* Wohin gehen wir heute,
wenn es wieder regnet ?
* Nutzen wir diese Zeit auch
zum Besuch einer Kirche und zum stillen Dasein vor Gott ?
* Welches Buch lese ich in dieser Zeit, etwa ein religiöses ?
Die Zeit der Ferien ist keine Zeit der
Abwesenheit Gottes, sondern Möglichkeit, sich einmal besonders
für ihn Zeit zu nehmen, Zeit für Gebet, Betrachtung und
Anbetung, Zeit für das Lob der Schöpfung. Solche Zeit ist nie
„sinnlose
Zeit“, sondern immer ganz „Sinn-erfüllte Zeit“, da sie Zeit
vor Gott ist.
„Wenn du einen Menschen etwas Gutes tun
willst, dann setze ihn vor Gott hin; lehre ihm die Anbetung
Gottes." Dieses Wort einer im kontemplativen Leben erfahrenen
Ordensfrau wurde mir in den letzten Tagen geschenkt, damit ich „einen guten Urlaub“ machen könne.
Auch Ihnen wünsche ich Zeit
für die intensive Begegnung mit Gott in Gebet und Anbetung, damit
auch Sie gute, erholsame und sinnvolle Ferien haben.
wenn ich nach dem wichtigsten und
höchsten Fest der Kirche frage, bekomme ich oft zur Antwort: „Na,
Weihnachten,
Herr Pfarrer!“ – „Nein, es ist Ostern!“ Diese Antwort provoziert oft
die Frage:
„Ja, wieso denn das?“
Mit der Feier des Triduum Sacrum
(Heilige
Drei-Tage-Zeit) beginnen
wir die Osterzeit, das Fest unserer Erlösung. Die Kirche versteht
seit jeher
diese fünfzig Tage von Ostern bis Pfingsten als einen
einzigen Festtag. Es ist
„der große Tag des Herrn“, das Geburtsfest der Kirche.
Doch was ist Kirche? Das Gebäude
unter dem Patronat der hl. Zwölf Apostel? Unsere Gemeinde mit
ihren beiden
Ortsteilen? Unser Bistum? An dieser Kirche gibt es viel zu kritisieren,
zum
Teil zu Recht. Als ich über diese Dinge nachdachte, fiel mir vor
wenigen Tagen
der folgende Text in die Hände:
Zum weisen Einsiedler kamen eines
Tages junge Menschen und erzählten, dass sie von der Kirche
enttäuscht seien:
Der Pfarrer ist altmodisch und von der Leitung des Bistums ist auch
nichts zu erwarten.
In der Gemeinde hätten die anderen alle ihre Ideen verworfen. Die
sind alt und
verknöchert, unvollkommene Sünder. So waren sie sich einig.
Deshalb seinen sie
gegangen, um eine vollkommene Gemeinschaft der Gläubigen zu
suchen.
Da führte der Einsiedler sie zum
alten Gemäuer seiner Kapelle und fragte: „Was seht ihr?“ - „Altes
Mauerwerk mit
viel Unkraut und Moos.“ - „Und doch wohnt Gott in diesem scheinbar
ungepflegten
Haus“, meinte der Mönch. „So ist es auch mit der Kirche. Sie kann
nicht rein
und perfekt sein, weil sie aus Menschen besteht. Auch ihr seid Menschen
und ich
sage euch: Selbst wenn ihr die vollkommene Kirche findet, sie ist es
nicht
mehr, sobald ihr sie betretet!“
Mich hat dieser Text sehr betroffen
gemacht. Die in den Augen der Menschen vollkommene Kirche gibt es
nicht. Die
von Gott geheiligte Kirche – mit den sündigen Menschen in ihr
– ist der Raum,
in dem wir leben können. Wir – und andere mit uns.
Ihnen eine gesegnete Osterzeit,
Mit diesem
Pfarrbrief treten wir nach wenigen Tagen in die Zeit der
Vorbereitung auf das
Osterfest ein. Nach dem Fest der Darstellung des Herrn, das wir mit
Kerzenweihe
und Prozession am 07.02. nachfeiern werden, klingt noch einmal das
Weihnachtsgeheimnis an, bevor es dann mit dem Aschermittwoch in die
Fastenzeit
geht.
Jesus
fastete 40 Tage und Nächte (vgl.
Mt 4,1-11; Mk 1,12–13; Lk 4,1-13),
um sich auf sein öffentliches Auftreten vorzubereiten. Es war
eine Zeit der
Erprobung. Weshalb fasten wir heute? Tun wir es überhaupt?
Vor
einiger Zeit traf ich einen Bekannten, den ich schon lange nicht mehr
gesehen
hatte. Er war an Umfang beträchtlich gewachsen und so spottete
ich: „Na, zum
Glück beginnt bald das Fasten.“ Fasten also als Mittel zur
Schönheitskorrektur?
Als ich
mich am Anfang des Jahres 1999 für 14 Tage in einen
kontemplativen Konvent
zurückziehen konnte, durfte ich neue Erfahrungen mit dem Fasten
machen. In
dieser Zeit lagen drei Fasttage, an denen es nur am Abend ein
„normales“ Essen
gab; sonst standen trockenes Brot und Tee auf dem Tisch. An diesen
Tagen war
ich sensibler für das Wirken Gottes. Die Anbetung hatte einen
„besseren
Geschmack“ und bei der Lesung in der Hl. Schrift schien es mir, als ob
mir
vieles leichter einsichtig wurde, sich mir neu erschloss.
Die Fastenzeit kann für uns eine
Zeit der größeren Sensibilität sein, Gott und den
Menschen gegenüber; eine Zeit
des besseren Hinhörens. Dazu muss in unserem alltäglichen
Ablauf einiges
ausgeschaltet werden. Lassen Sie doch in der Fastenzeit den
Fernseher, das
Radio und die Musikanlage schweigen, damit es in Ihnen still wird.
Lesen Sie
in der Hl. Schrift - auch mit der Familie zusammen, und versuchen Sie
einmal
bewusster andere Menschen und Gott in den Blick zu nehmen. So
vorbereitet
können Sie anders Ostern, das Fest der Befreiung, feiern, Fest der
Befreiung
auch von Anhänglichkeiten, die sonst „so normal“ sind.
Auch Ihnen wünsche ich
Zeit für die intensive Begegnung mit Gott in Gebetund Anbetung,
damit auch Sie gute, erholsame und sinnvolle Ferien haben.
Wenn Gott
Lebensraum unter uns findet, weil wir uns in der gegenseitigen Liebe um
die
Einheit in Vielfalt bemühen, dann können wir etwas von der
Gegenwart Jesu unter
uns erfahren. Dann gewinnen wir und unsere Gemeinde Lebenskraft. Ist
das nicht
eine gute und anspruchsvolle Vorbereitung auf das Fest der Geburt des
Herrn?
Ist das nicht eine adventliche Haltung, die uns das
Weihnachtsgeheimnis tiefer
verstehen lässt? Ist das nicht eine Lebenswiese, die uns gut in
das kommende
Jahr geleitet? Dazu wünscht Ihnen Gottes Segen
Mit
Schreiben vom 11. Juli 2009 (Fest des heiligen Benedikt als Patron
Europas) hat
mich der Herr Kardinal Georg Sterzinsky zum Pfarrer der Gemeinde Zu den
heiligen Zwölf Aposteln bestellt.
Geboren wurde
ich am 22.11.1952 in Stralsund. In einem
kleinen Dorf nördlich der Stadt verlebte ich die ersten 12
½ Jahre meines
Lebens. 1965 zogen wir in die Stadt. In der dortigen Gemeinde – St.
Trinitatis
– ging ich zur Erstkommunion und Firmung, und dort wuchs ich auch
über die
Ministrantengruppe in die Jugend hinein. Nach der abgeschlossenen
Ausbildung in
meinem ersten Beruf (Maler im Wohnungsbau) wurde ich zur NVA (Nationale
Volksarmee) eingezogen. Als diese Zeit endlich vorbei war, erlernte ich
einen
zweiten Beruf (Stahlschiffbauer); in beiden Berufen habe ich auch den
Facharbeiterbrief. In diesen Jahren war Klaus Vopravil in
Stralsund Kaplan.
Sein überzeugtes priesterliches Leben und seine Offenheit für
uns junge
Menschen bewirkte, dass die verschüttete Berufung zum Priestertum
bei mir
wieder lebendig wurde. So ging ich 1976 nach Magdeburg an das
Norbertinum,
einer kirchlichen Schule, um mich auf das Studium in Erfurt
vorzubereiten. 1980
legte ich dort das Abitur ab und begann mit dem Studium in Erfurt. 1982
trat ich
nach bestandenem Philosophikum in das Benediktinerkloster auf der
Huysburg ein.
Als Benediktiner beendete ich 1987 das Theologiestudium.
Nach sechs
Jahren verließ ich 1988 das Kloster und ging
in die Diözese Berlin zurück. Den Abschluss der Ausbildung
machte ich im
Seminar in Neuzelle und wurde dann zusammen mit drei weiteren
Mitbrüdern am
30.6.1990 von Bischof Sterzinsky zum Priester geweiht.
Meine erste
Kaplansstelle war Fürstenwalde; in dieser
Zeit wurde das Bernhardinum mit Grundschule, Realschule und Gymnasium
gegründet. 1992 erfolgte die Versetzung nach St. Joseph
Berlin-Rudow, 1994 die
nach St. Marien-Liebfrauen in Kreuzberg und 1997 ging ich als
Studentenpfarrer
und Kaplan nach Greifswald. 1999 vertraute mir der Bischof die Gemeinde
St.
Antonius in Potsdam-Babelsberg an. Diese Gemeinde im „Speckgürtel“
von Berlin
hat sich in den 10 Jahren durch viele Zuzüge verdoppelt. So konnte
ich in
unterschiedlichen Gemeinden und Situationen Erfahrungen in der
Seelsorge
sammeln. Jetzt freue ich mich auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit,
damit
sich das Reich Gottes ausbreitet und die Kirche von Berlin so ihren
Auftrag dem
Willen Gottes gemäß gut erfüllen kann.
Willkommen und Abschied
Mit Wirkung vom 1.
September hat unsere Gemeinde wieder einen neuen Pfarrer. Wir freuen
uns, dass
wir mit Pfarrer Armin Kögler einen Geistlichen bekommen haben, der
durch sein
Wirken in St. Antonius in Potsdam-Babelsberg auf langjährige
Erfahrungen in
einer großen Gemeinde zurückblicken kann. Auch wenn die
Berufung zum neuen
Pfarrer erst Anfang September wirksam wird, konnten wir ihn bereits in
mehreren
Gremiensitzungen kennen lernen.
Gleichzeitig
mit Pfarrer Kögler tritt Pfarrer Dr.
Matthias Fenski seinen Dienst als neuer Subsidiar an. Auch er sei an
dieser Stelle
herzlich gegrüßt, wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit
unserer neuen
„Geistlichkeit“!
Während
der letzten neun
Monate hatten wir zwar keinen Pfarrer, sondern „nur“ einen
Pfarradministrator,
aber diesen - wenn auch mehr formalen - Unterschied hat man im
Gemeindeleben
nicht gemerkt. Wir möchten die Gelegenheit nutzen, uns an dieser
Stelle bei
Herrn Domvikar Matthias Patzelt für sein tatkräftiges Wirken
in der
Übergangszeit zu danken. Lieber Domvikar, Sie waren nicht nur ein
Verwalter,
sondern ein „Gestalter“. Insbesondere in zwei Punkten haben Sie
bleibende
Spuren hinterlassen. So haben Sie mit einem gewissen Mut zum einen
entscheidend
zu einer Änderung der Gottesdienstordnung beigetragen, und zum
anderen das
pastorale Leben in der Gemeinde bereichert: das Angebot der geistlichen
Abende
in der Fasten- und Osterzeit stieß bei vielen Gemeindemitgliedern
auf großes
Interesse, so dass Ihr „Verlängerungsangebot“ gern angenommen
wurde. Darüber
hinaus werden uns Ihre von tiefster Glaubensüberzeugung und
breitem
theologischen Wissen geprägten Predigten in Erinnerung bleiben.
Zu guter
Letzt möchten wir uns bei unserem bisherigen Subsidiar Pater
Thomas Astan
bedanken. Nicht nur wegen seiner ansprechenden und gleichzeitig fordernden Predigten, sondern auch wegen
seines Engagements bei der Erstkommunionvorbereitung
wird er uns in guter Erinnerung bleiben.
Allen Vorgenannten wünschen wir
für ihre neuen Aufgaben Gottes Segen und
die tatkräftige Unterstützung ihrer Gemeinden!
Für die Gremien
Katharina Brimmer
(Vorsitzende des Pfarrgemeinderates)
Andreas Klose
(Stellv. Vorsitzender des Kirchenvorstandes)
269
Tage in unserer Pfarrei – Domvikar Matthias Patzelt
Ganze 269 Tage, vom 6. Dezember 2008 bis
zum 31.
August 2009 war Domvikar Matthias Patzelt als Pfarradministrator
unserer
Pfarrei eingesetzt. Eine so kurze Zeit könnte einen dazu
verleiten, einfach
darüber hinwegzugehen. Aber, obwohl Matthias Patzelt nur für
einen
überschaubaren Zeitraum bei uns gewesen ist und darüber
hinaus normalerweise an
zwei Tagen in der Woche in Münster zur Weiterführung seines
Studiums war, hat
er doch Spuren hinterlassen.
Als erstes wahrnehmbar für
diejenigen, die die Sakristei in Zwölf Apostel nutzen, ist zuerst
einmal die
Veränderung, die sich dort während des Aufenthaltes von
Domvikar Patzelt
vollzogen hat. Alle Schränke wurden neu aufgeräumt, der
Inhalt
geordnet,
überflüssige Dinge an anderer Stelle untergebracht, die
Türen beschriftet, so
dass jeder ohne Probleme alles finden kann. Außerdem wurde die
Sakristei
vollständig renoviert, unter anderem auch um die während der
Heizungsrenovierung entstandenen „Schönheitsfehler“ zu beseitigen.
Als Teil der
Kirche hat die Sakristei in dieser Zeit wieder ein würdiges
Aussehen bekommen.
Viel
wichtiger als diese äußerlich sichtbaren Verbesserungen sind
für mich die
geistlichen Impulse, die von Ihnen, Herr Domvikar, ausgegangen sind.
Besonders
erwähnen in diesem Zusammenhang möchte ich die von Ihnen
während der
Pfingstnovene angebotene Fußwallfahrt nach St. Paulus in Moabit
und die
Glaubensabende, die jeden Donnerstag seit Beginn der Fastenzeit
stattfinden. Da
eine Gemeinde eigentlich immer auf dem Weg ist oder es zumindest sein
sollte,
war die Fußwallfahrt eine sehr schöne Möglichkeit, sich
die Notwendigkeit des
Sichfortbewegens mit Gott noch einmal bewusst zu machen. Richtig
etabliert ist
inzwischen der donnerstägliche Glaubensabend. Nicht nur von mir
wird dabei die
eucharistische Anbetungsstunde sehr geschätzt. Auch die
Gespräche über die
verschiedenen Sakramente und andere Glaubensthemen waren immer sehr
bereichernd. Die Aussage der ältesten Teilnehmerin „Ich freue mich
auf diesen
Abend immer schon die ganze Woche.“ und die Tatsache, dass die
Teilnehmer die
begonnene Tradition auch in Zukunft fortsetzen möchten, sprechen
für sich. Die
gemeinsame Komplet an diesen Abenden hat das Gottesdienstangebot
unserer
Gemeinde auf wohltuende Art bereichert.
Lieber
Herr Domvikar, ich möchte mich an dieser Stelle bei Ihnen noch
einmal herzlich bedanken
für Ihren Dienst in unserer Gemeinde, für die guten
Predigten, die Anstoß und
Halt gaben für das Christsein im eigenen Leben, für die
vielen interessanten
Gespräche über den Glauben, für die Kraft spendenden
Anbetungsstunden, für die
schönen, in Würde gefeierten Eucharistiefeiern, die eine
Begegnung mit unserem
Herrn ermöglichten, aber auch für die Arbeit mit den
Ministranten und
Jugendlichen und dafür, dass Sie immer ein offenes Ohr hatten,
wenn man Sie
gebraucht hat. Gott möchte ich an dieser Stelle danken für
das Wegstück, das
wir gemeinsam mit Ihnen gehen durften. Für Ihre neue Aufgabe als
Pfarradministrator unserer Nachbarpfarrei St. Antonius in Babelsberg
wünsche
ich Ihnen Gottes Hilfe, seinen Geist und Segen! Ich freue mich sehr,
dass wir
im Gebet miteinander verbunden bleiben.
Lieber Pater Astan,
Nach fast
dreijähriger Wirkungszeit in unserer Gemeinde hat Ihnen unser
Kardinal zum 1.
September einen neuen Aufgabenbereich als Kaplan in der gerade
fusionierten
Pfarrei Maria unter dem Kreuz, Wilmersdorf, zugeteilt.
Während
Ihrer Tätigkeit als Subsidiar in unserer Pfarrei haben Sie sich
oft gewünscht
und das auch geäußert, dass Kinder
und
Jugendliche mehr am Gemeindeleben teilnehmen und sich heimisch und
geborgen
fühlen können.
Ihre
Unterstützung während der letzten Kommunionvorbereitung war
vor allem für uns
Katecheten eine große Hilfe und Bereicherung, vieles haben wir
inhaltlich auch
für uns mitnehmen können. Die Kinder, die in der
Kommunionvorbereitung waren,
mochten Sie besonders wegen Ihrer
unkomplizierten und verständlichen Art der
Vermittlung des Wortes Gottes. Als wir die Kinder fragten, was ihnen
während
der Vorbereitungszeit zu ihrer Erstkommunion am besten gefallen hat, sagten
sie: „Die Fahrt nach Kirchmöser mit Pater Astan, die Gottesdienste
dienstags -
und das Kerzengestalten!“ Sie sehen, es wurden Prioritäten
gesetzt!
Ihre
sonntäglichen Predigten haben uns aufgerüttelt und zum
Nachdenken angeregt,
ihre Aktualität und der aktuelle Bezug
auf unseren Alltag (Politik, Wirtschaft, soziale Ungerechtigkeiten) gab
auch
des Öfteren den Anreiz zu Diskussionen untereinander, ebenso wie
die jeweilige
Länge der Predigt oder die Tatsache, dass es Ihrerseits spontan
eine Änderung
in der Gottesdienstordnung gab…
Großes
Interesse zeigten Sie ebenfalls in den augenscheinlich endlos dauernden
Sitzungen des Pfarrgemeinderats, Ihr Rat in pastoralen Dingen war oft
hilfreich.
Lieber
Thomas, ich erlaube mir, das „DU“ zu benutzen, denn das hast Du uns,
unkompliziert und natürlich wie Du bist, einmal angeboten und wir
haben es gern
angenommen und erwidert:
Wir sind
froh, Dich kennen gelernt zu haben und über die Zeit, die wir mit
Dir in
unserer Gemeinde verbringen durften. In vielen deiner Erzählungen
konnten wir
erfahren, wie wichtig Gott im Leben der Menschen und besonders in
Deinem Leben,
das sich erst sehr anders gestaltet hatte, ist.
Für Deine
Zukunft wünschen wir Dir von Herzen Gottes Segen und Beistand. Wir
wissen, dass
Du uns in Deine Gebete mit einschließt und werden das im
umgekehrten Fall auch
tun!
„Gott sei mit dir am Morgen und am Abend,
und ganz
gewiss an jedem neuen Tag!“
Andrea Klose
am 12.
Februar des Jahres 304 wurden in Karthago 49 Christen zum Tode
verurteilt, weil
sie trotz kaiserlichen Verbots am Sonntagsgottesdienst
teilgenommen hatten.
Der Hinrichtung waren scharfe Verhöre und Folterungen
vorausgegangen. Auf die
Frage des Richters: „Warum habt ihr euch versammelt, obwohl es vom
Kaiser
verboten ist?“, antworteten die Christen: „Wir können ohne die
heilige Messe
nicht leben.“
Warum
gehen wir zur heiligen Messe? Oder warum gehen wir nicht? Fehlt uns
ohne sie etwas,
so wie manchen Kranken, die am meisten darunter leiden, dass sie den
Gottesdienst nicht mehr besuchen können? Mutter Teresa von
Kalkutta wurde von
einem englischen Reporter gefragt: „Woher kommt der Ansporn, das Feuer,
die
Stärke dessen, was Sie tun?“ Mutter Teresa gab zur Antwort: „Sie
kommen aus
Christus und dem Sakrament.“ „Daher also beginnen Sie jeden Tag mit der
heiligen Messe?“ „Ja, ohne Ihn könnten wir nichts tun.“
Die
Eucharistie ist das Vermächtnis Jesu, sein Testament. Seine Liebe
wird
greifbar, sooft das Opfer des Neuen Bundes auf dem Altar
gegenwärtig wird.
Getrennt von dieser Liebe können wir nichts tun (Joh 15,5). Die
Kirche lebt aus
der Eucharistie.
Das
Fronleichnamsfest soll für uns wieder eine Chance sein, dass wir
uns dem Mysterium
der Eucharistie nähern und es als Quelle aller kirchlichen
Erneuerung entdecken.
Und dabei kommt es nicht zuerst auf das verstandesmäßige
Erfassen an: Das
„Geheimnis des Glaubens“, d.h. der Tod und die Auferstehung des Herrn
wollen
nicht zuerst begriffen werden. Vielmehr sollen wir Ergriffene sein. Und
das
geschieht nur, wenn wir auch Mitfeiernde sind, wenn wir uns einlassen
auf die
Feier der Erlösung, die in jeder Heiligen Messe begangen wird. An
jedem Tag der
Woche wird in unserer Gemeinde Eucharistie gefeiert. Können wir
ohne sie nicht
leben, wie die Christen von Karthago, wie die Schwestern von Mutter
Teresa?
Dann könnten wir gar nicht oft genug und gar nicht innig genug die
heilige Messe mitfeiern.
Aber nicht
nur die Messe selbst, auch der Kult, der der Eucharistie
außerhalb der Messe erwiesen
wird, hat einen unschätzbaren Wert für das Leben der Kirche.
Die Gegenwart
Christi unter den heiligen Gestalten, die nach der Messe aufbewahrt
werden,
kommt von der Feier des Opfers her und strebt auf die sakramentale wie
die
geistliche Kommunion zu. Hier sind wir eingeladen, im geistlichen
Zwiegespräch
und in einer Haltung der Liebe beim Herrn zu verweilen und aus der
Quelle der
Gnade zu schöpfen. In seiner letzten Enzyklika zitierte Johannes
Paul II. den
Hl. Alfons v. Liguori (Ecclesia de Eucharistia Nr. 25): „Unter allen
Frömmigkeitsformen ist die Anbetung des eucharistischen Christus
die erste nach
den Sakramenten; sie ist Gott die liebste und uns die nützlichste.“
So freue
ich mich, dass die wöchentliche Stunde der eucharistischen
Anbetung so gut Anklang
gefunden hat, dass der Wunsch laut wurde, diese Kette des Gebetes mit
Pfingsten
nicht abbrechen zu lassen. Sehr gern komme ich dieser Bitte entgegen
und lade
jeden von Ihnen weiterhin sehr herzlich donnerstags von 19 bis 20 Uhr
nach
Zwölf Apostel ein. Auch wenn Sie nur selten oder nur für ein
paar Minuten
kommen oder sich persönlich einen ganz anderen Termin wählen
(die Kirchen sind
ja tagsüber immer offen): Die Zeit, die wir dem eucharistischen
Herrn schenken,
der mitten unter uns weilt, ist immer gut investiert.
Und ich erlaube mir, Ihnen noch einmal drei
besondere Gebetsanliegen ans Herz zu legen: die stete Erneuerung
unserer
Gemeinde durch den Heiligen Geist, die sichtbare Einheit aller Christen
und
gute geistliche Berufungen zum Priestertum und zum geweihten Leben.
So wünsche
ich uns allen Gottes Segen und die Freude seiner Gegenwart.
Ihr
Matthias Patzelt, Domvikar
Pfarradministrator

seit
dem Nikolaustag, dem 6.
Dezember 2008, bin ich
vom Kardinal von meinen Pflichten als Pfarrer der Gemeinde Zu den
heiligen
Zwölf Aposteln entbunden worden. Seit diesem Tag wird die Gemeinde
von Domvikar
Patzelt geleitet.
Ich möchte mich
von Ihnen allen
verabschieden. Ich habe mich bei Ihnen in Schlachtensee und Wannsee
immer sehr
wohl und angenommen gefühlt. Ich war gerne bei Ihnen und für
Sie da!
Besonders
möchte ich mich bei
allen bedanken, die in
all den Jahren mit mir zusammengearbeitet haben, die mich
unterstützt und mir
mit Rat und Gebet zur Seite gestanden haben. Ich danke dem lieben Gott,
dass er
dies alles so gefügt hat. Möge für meine Arbeit das Wort
des heiligen Paulus
gelten: „Von jedem Verwalter verlangt man nur, dass er für treu
befunden werde“
(1 Kor 4,2).
Drei Bitten möchte ich Ihnen mit auf den
Weg
geben:
Lieber Matthias, Dir
wünsche ich viel Glück und Gottes Segen für Deine
Aufgabe, die Gemeinde zu führen. Ich bin sicher, dass Du von der
Gemeinde die
gleiche Unterstützung bekommen wirst, die ich erfahren durfte.
Ich werde unserer
Gemeinde im
Gebet immer eng verbunden bleiben und bitte auch Sie alle um Ihr Gebet!
Gott
segne unsere Gemeinde und Sie alle!
Herzlich,
Ihr
Pater Johannes Schwierzi, SDB
in
Ihrem Leben haben Sie viele Spuren Ihrer Liebe,
Begeisterung, Zuversicht und Freude am
Glauben hinterlassen, die kein Wind hinwegwehen wird, da sie
unvergesslich in
die Herzen der Menschen, die Ihnen begegnet sind, gelegt wurden.
Bevor Sie zu den Salesianern ins Don-Bosco-Heim
in Wannsee kamen, waren Sie in der Nähe von Fulda tätig. Im
Don-Bosco-Heim
konnten Sie sich ganz auf die Arbeit mit
Kindern und Jugendlichen konzentrieren, die Ihnen immer
besonders am
Herzen lagen und immer noch liegen. Aus diesem Grund haben Sie auch,
als Sie
1996 in das Pfarrhaus nach Wannsee in die Gemeinde St.Michael zogen,
sich zum
Ziel gesetzt, dort die Kinder- und
Jugendarbeit aufzubauen. Mit der Gestaltung der Kindergottesdienste
haben Sie
viele junge Familien in diese Pfarrei gezogen. Ihnen haben Sie Ihre
Liebe und
den unerschütterlichen Glauben an Jesus Christus vorgelebt und
weitergegeben.
Als Religionslehrer in der Sancta Maria
Schule in Wannsee steckten Sie mit
Ihrem Frohsinn und Ihrer Offenheit die Kinder an und weckten deren
Neugierde
auf den Glauben an Christus.
Die Feier der Eucharistie und die
Erinnerung an Christi Tod und Auferstehung
waren und sind Ihnen am allerwichtigsten. Das Erleben der
christlichen
Gemeinschaft und das Aufgehoben sein in Gott hat Ihnen immer wieder
Kraft und
Stärke gegeben, Ihre Gemeinde zu leiten. Administration, Personal-
und
Finanzfragen waren nicht so Ihr ‚Ding’, das überließen Sie
lieber den dafür
zuständigen haupt- und ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern
Ihrer Pfarrei! Sie waren eher der
‚Macher’, führten hier und
da kleinere Reparaturen in Pfarrhaus und Kirche selbst aus, besorgten
die
Gartenarbeit und kauften schon mal selbst für größere
Feste ein!
Doch der stetige Wandel und die
Weiterentwicklung in unserem Bistum hatten Neuerungen zur Folge: Ihre
ganze
Kraft und viel Fingerspitzengefühl waren gefragt, als im Jahr 2003
die Fusion
der Gemeinden St. Michael und Zu den hl. Zwölf Aposteln in
Schlachtensee
anstand, die Erreichung dieses Zieles hatte Ihnen der Kardinal nun zur
Aufgabe
gemacht.
Dabei hatten Sie und Pfarrer
Schmidt es sich so schön vorgestellt, gemeinsam in den
wohlverdienten Ruhestand
zu gehen und die Aufgabe der Fusion einem jüngeren Priester zu
überlassen!
In dem festen Glauben, dass Gott
Ihnen in allen Fragen und Schwierigkeiten zur Seite stehen wird, zogen
Sie im
Jahr 2004 von Wannsee nach Schlachtensee ins Pfarrhaus, um von hier aus
beide
Standorte in einer Gemeinde zu vereinen. Es ist eine Gemeinde
zusammengewachsen,
die sich in vielen Gruppierungen und Kreisen trifft und lebendig im
Glauben
wächst. Viele von uns haben den Schritt ‚über die
Wannseebrücke’ gewagt und
engagieren sich somit an beiden Standorten auf unterschiedliche Weise.
Alle Menschen, die mit Ihnen eine
Strecke des Weges gemeinsam gegangen sind, werden Ihre Spuren nicht
versanden
lassen, sondern sie in ihrem Herzen tragen und Sie nicht vergessen.
Wir
alle
wünschen Ihnen von ganzem Herzen für die Zukunft viel
Glück, vor allem
Gesundheit und Gottes Segen, denn: „…Gott ist mit dir am Abend und am
Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag“!
Der Herr hat
seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen
deinen Wegen.
(Psalm 91, 11)
Katharina Brimmer (Vorsitzende des Pfarrgemeinderates) Andreas Klose (Stellv. Vorsitzender des Kirchenvorstandes)
Liebe
Gemeinde,
der
Hl. Nikolaus ist immer
für Überraschungen gut. Mit Wirkung vom 6. Dezember hat mich
unser Erzbischof
zum Pfarradministrator der Pfarrei Zu den heiligen Zwölf Aposteln
ernannt. Auch
wenn es mittlerweile schon viele Anlässe zum Kennenlernen gab und
wir gemeinsam
Weihnachten feiern durften, will ich die Gelegenheit doch nutzen, mich
auch auf
diesem Wege noch einmal kurz vorzustellen.
Geboren bin ich 1973 in Berlin (die
Frage, ob Ost- oder West-, ist für mich, der ich zum Zeitpunkt der
Maueröffnung
noch im ersten Lehrjahr steckte, nicht mehr so ganz nachvollziehbar;
rodeln war
ich vor der Klimakatastrophe jedenfalls immer in den
Müggelbergen). Nach der
Ausbildung zum Offsetdrucker, dem nachgeholten Abitur und sieben Jahren
in den
Priesterseminaren von Erfurt und Berlin wurde ich 2001 zum Priester
geweiht.
Sowohl in Greifswald als auch in Frankfurt (Oder) war ich Kaplan und
Seelsorger
der jeweiligen Studentengemeinde. Seit 2006 bin ich nun
Theologenreferent
unseres Erzbistums, d. h. verantwortlich für all die jungen
Männer, die sich
auf den priesterlichen Dienst in den Pfarreien zwischen Rügen und
dem Fläming
vorbereiten. Diese Aufgabe ist mir z. Zt. ebenso wenig abgenommen wie
ein
kleines Aufbaustudium, das mich für zwei Tage in der Woche nach
Münster ruft.
Nichtsdestotrotz freue ich mich auf die Wochen / Monate, in denen ich
bei Ihnen
Dienst tun darf, bis dann ein neuer Pfarrer gefunden sein wird.
Dieser
wird irgendwann
zwischen dem I. Fastensonntag und dem Spätsommer kommen und dann
als einziger
Priester für
die Gemeinde mit ihren zwei Standorten zur Verfügung stehen. Das
bedeutet, dass
auch die Zahl und die Zeiten der Gottesdienste umgehend so gestaltet
werden
müssen, dass sie bald von einem Priester allein wahrgenommen
werden können.
Nach Beratung mit den pastoralen Mitarbeitern und Vertretern der
Gemeindegremien
sehe ich nun zum 1. Februar 2009 den Zeitpunkt gekommen, an dem wir zu
den
Sonntagen an jedem Standort nur noch zwei Hl. Messen werden feiern
können; die
Vorabendmesse in Zwölf Apostel ist nicht mehr aufrecht zu
erhalten. Ich weiß,
dass diese Entscheidung manche Gläubige schmerzen wird; und ich
selbst hätte
gern einen anderen Einstand gegeben. Aber kein Priester kann bzw. darf
regelmäßig fünf Sonntagsgottesdienste feiern; und der
Wegfall jeder der anderen
vier Hl. Messen wäre noch schwerer vermittelbar gewesen.
So
wünsche ich Ihnen allen zuerst eine frohe
Faschingszeit und dann einen guten Start in die heiligen Vierzig Tage.
Ihr
Matthias Patzelt,
Domvikar
Pfarradministrator
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Letzte Aktualisierung: 28.05.2010 |