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Zu den Hl. Zwölf Aposteln in Berlin-Zehlendorf



 
 

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Katholische Kirchengemeinde Zu den Hl. Zwölf Aposteln  Berlin

Kirchen: Zwölf Apostel, Wasgenstraße 49, 14129 Berlin (Schlachtensee)
                St.Michael, Königstraße 43, 14109 Berlin (Wannsee)
Pfarramt Schlachtensee: Tewsstraße 20, Tel.: (030) 805 862 970 / Fax: (030) 805 862 977
Pfarramt Wannsee: Hohenzollernstraße 28, Tel.: (030) 805 11 57 / Fax: (030) 806 02 958
 

Besucher seit dem 31.1.2001






L
iebe Gemeinde,

Zwar müssen wir noch einige Zeit darauf warten, aber schon jetzt geistert dieses Wort durch die Köpfe und Herzen der Menschen. Urlaubspläne werden geschmiedet, Urlaubsorte im Internet genau betrachtet. Kaum ein anderes Wort ist mit soviel Erwartungen und Enttäuschungen beladen. Sie werden voller Sehnsucht erwartet („Ich möchte noch heute den Totenschädel des Mannes küssen, der die Ferien erfunden hat“, so steht es auf einer Spruchkarte). Andere sehen ihnen mit Schrecken entgegen, weil sie mit dieser „sinnlosen Zeit“ nichts anfangen können.

Manche Menschen sind unfähig geworden, sich ihre Zeit selbst einzuteilen, Entscheidungen zu treffen. Und nun ist keiner da, der ihnen ständig sagt, was jetzt an der Reihe ist. Für solche Menschen ist schon ein freies Wochenende eine schwer zu ertragende „sinnlose Zeit“,

Auch in der Ferienzeit muss ich Entscheidungen treffen. Alltägliche Fragen nach der Zeit des Aufstehens und dem Holen der Brötchen müssen entschieden werden, aber auch andere :

*   Wohin gehen wir heute, wenn es wieder regnet ?

*   Nutzen wir diese Zeit auch zum Besuch einer Kirche und zum stillen Dasein vor Gott ?

*   Welches Buch lese ich in dieser Zeit, etwa ein religiöses ?

Die Zeit der Ferien ist keine Zeit der Abwesenheit Gottes, sondern Möglichkeit, sich einmal besonders für ihn Zeit zu nehmen, Zeit für Gebet, Betrachtung und Anbetung, Zeit für das Lob der Schöpfung. Solche Zeit ist nie „sinnlose Zeit“, sondern immer ganz „Sinn-erfüllte Zeit“, da sie Zeit vor Gott ist.

„Wenn du einen Menschen etwas Gutes tun willst, dann setze ihn vor Gott  hin; lehre ihm die Anbetung Gottes." Dieses Wort einer im kontemplativen Leben erfahrenen Ordensfrau wurde mir in den letzten Tagen geschenkt, damit ich „einen guten Urlaub“ machen könne.

Auch Ihnen wünsche ich Zeit für die intensive Begegnung mit Gott in Gebet und Anbetung, damit auch Sie gute, erholsame und sinnvolle Ferien haben.


Pfr. Armin Kögler



Liebe Gemeinde,

wenn ich nach dem wichtigsten und höchsten Fest der Kirche frage, bekomme ich oft zur Antwort: „Na, Weihnachten, Herr Pfarrer!“ – „Nein, es ist Ostern!“ Diese Antwort provoziert oft die Frage: „Ja, wieso denn das?“

Mit der Feier des Triduum Sacrum (Heilige Drei-Tage-Zeit) beginnen wir die Osterzeit, das Fest unserer Erlösung. Die Kirche versteht seit jeher diese fünfzig Tage von Ostern bis Pfing­sten als einen einzigen Festtag. Es ist „der große Tag des Herrn“, das Geburts­fest der Kirche.

Doch was ist Kirche? Das Gebäude unter dem Patronat der hl. Zwölf Apostel? Unsere Gemeinde mit ihren beiden Ortsteilen? Unser Bistum? An dieser Kirche gibt es viel zu kritisieren, zum Teil zu Recht. Als ich über diese Dinge nachdachte, fiel mir vor wenigen Tagen der folgende Text in die Hände:

Zum weisen Einsiedler kamen eines Tages junge Menschen und erzählten, dass sie von der Kirche enttäuscht seien: Der Pfarrer ist altmodisch und von der Leitung des Bistums ist auch nichts zu erwarten. In der Gemeinde hätten die anderen alle ihre Ideen verworfen. Die sind alt und verknöchert, unvollkommene Sünder. So waren sie sich einig. Deshalb seinen sie gegangen, um eine voll­kommene Gemeinschaft der Gläubigen zu suchen.

Da führte der Einsiedler sie zum alten Gemäuer seiner Kapelle und fragte: „Was seht ihr?“ - „Altes Mauerwerk mit viel Unkraut und Moos.“ - „Und doch wohnt Gott in diesem scheinbar ungepflegten Haus“, meinte der Mönch. „So ist es auch mit der Kirche. Sie kann nicht rein und perfekt sein, weil sie aus Menschen besteht. Auch ihr seid Menschen und ich sage euch: Selbst wenn ihr die vollkommene Kirche findet, sie ist es nicht mehr, sobald ihr sie betretet!“

Mich hat dieser Text sehr betroffen gemacht. Die in den Augen der Menschen vollkommene Kirche gibt es nicht. Die von Gott geheiligte Kirche – mit den sün­digen Menschen in ihr – ist der Raum, in dem wir leben können. Wir – und andere mit uns.

Ihnen eine gesegnete Osterzeit,


Pfr. Armin Kögler



Liebe Gemeinde,

Mit diesem Pfarrbrief treten wir nach wenigen Tagen in die Zeit der Vor­bereitung auf das Osterfest ein. Nach dem Fest der Darstellung des Herrn, das wir mit Kerzenweihe und Prozession am 07.02. nachfeiern werden, klingt noch einmal das Weihnachtsgeheimnis an, bevor es dann mit dem Aschermittwoch in die Fastenzeit geht.

Jesus fastete 40 Tage und Nächte (vgl. Mt 4,1-11; Mk 1,12–13; Lk 4,1-13), um sich auf sein öffentliches Auf­treten vorzubereiten. Es war eine Zeit der Erprobung. Weshalb fasten wir heute? Tun wir es überhaupt?

Vor einiger Zeit traf ich einen Bekannten, den ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Er war an Umfang beträchtlich gewachsen und so spottete ich: „Na, zum Glück beginnt bald das Fasten.“ Fasten also als Mittel zur Schönheitskorrektur?

Als ich mich am Anfang des Jahres 1999 für 14 Tage in einen kontem­plativen Konvent zurückziehen konnte, durfte ich neue Erfahrungen mit dem Fasten machen. In dieser Zeit lagen drei Fasttage, an denen es nur am Abend ein „normales“ Essen gab; sonst standen trockenes Brot und Tee auf dem Tisch. An diesen Tagen war ich sensibler für das Wirken Gottes. Die Anbetung hatte einen „besseren Geschmack“ und bei der Lesung in der Hl. Schrift schien es mir, als ob mir vieles leichter einsichtig wurde, sich mir neu erschloss.

Die Fastenzeit kann für uns eine Zeit der größeren Sensibilität sein, Gott und den Menschen gegenüber; eine Zeit des besseren Hinhörens. Dazu muss in unserem alltäglichen Ablauf einiges ausgeschaltet werden. Las­sen Sie doch in der Fastenzeit den Fernseher, das Radio und die Musik­anlage schweigen, damit es in Ihnen still wird. Lesen Sie in der Hl. Schrift - auch mit der Familie zusammen, und versuchen Sie einmal bewusster andere Menschen und Gott in den Blick zu nehmen. So vorbereitet können Sie anders Ostern, das Fest der Befreiung, feiern, Fest der Befreiung auch von Anhänglichkeiten, die sonst „so normal“ sind.


Auch Ihnen wünsche ich Zeit für die intensive Begegnung mit Gott in Gebetund Anbetung, damit auch Sie gute, erholsame und sinnvolle Ferien haben.

Pfr. Armin Kögler




Liebe Gemeinde,

Woher kommt die Lebenskraft einer Pfarrgemeinde ? Nicht nur aus dem guten Willen und dem Einsatz der Beteiligten. Sie kommt von Gott, der in der Gemeinde Lebensraum findet. Sie kommt von Menschen, die Jesus Christus in sich leben lassen. Sie kommt aus dem Wort Gottes und den Sakramenten der Kirche. Und sie kommt vom Heiligen Geist, wenn der verantwortliche Pfarrer und die Gemeindemitglieder, die Trägerinnen und Träger von Charismen sind, sich um die Einheit im Geist untereinander und mit dem Bischof in der Gemeinschaft der Weltkirche bemühen. Das ist gar nicht so einfach. Manchmal ziehen alle an einem Strick – aber jeder in seine eigene Richtung. Doch jedes Charisma, jede Geistesgabe ist zum Aufbau der Gemeinde bestimmt. Also nicht nur für den einzelnen oder die eigene Gruppe, sondern für alle. Alle für alle. Alle mit allen. Eine Herausforderung! Darum ist auch die größte Geistesgabe die Liebe. So erklärt es der Apostel Paulus (vgl. 1Kor 12–14).. Als neuer Subsidiar, als Priester, der in der Seelsorge mithilft, möchte ich an dieser Einheit im Geist mitbauen. Ich freue mich, hier in unserer Gemeinde in Berlin-Schlachtensee/Berlin-Wannsee mit Ihnen zusammen leben, beten, arbeiten und feiern zu können. Seit Anfang Sep­tember habe ich schon mit vielen von Ihnen Gottesdienst gefeiert, mit einigen bin ich schon ins Gespräch gekommen. Meine Aufgaben werden hauptsächlich die Feier verschiedener Gottesdienste und die kommende Firmvorbereitung sein. Ansonsten bin ich als Ökumenebeauf­tragter im Erzbistum Berlin tätig. Ich vertrete die Anliegen des Erzbistums und der Ökumene im Ökumenischen Rat Berlin-Brandenburg, der ein Zusammen­schlu ssvon 30 verschiedenen Kirchen, kirchlichen Gemeinschaften und Gemeinden ist. Bei der Vorbereitung ökumenischer Gottesdienste und Begeg­nungen wie z. B. dem Berliner Fest der Kirchen oder dem ökumenischen Dankgottesdienst zum 20-jährigen Gedenken des Falls der Mauer in der Marienkirche am 8.11. bin ich dabei. Ökumene ist dem Gebet Jesu verpflichtet „dass alle eins seien… damit die Welt glaubt“ (vgl. Joh 17,21). Das ist auch ein Kern­satz in der Spiritualität der Fokolar-Bewegung, einer geistlichen Gemeinschaft, der ich seit meiner Jugend angehöre. Geboren und aufgewachsen bin ich in Berlin-Tempelhof. Theologie habe ich in Paderborn und Rom studiert, zunächst im Grundstudium, später auch für die Promotion im Fach „Ökumenische Theo­logie“. Seelsorgliche Erfahrungen habe ich in Kreuzberg/Treptow, dem Neuköllner Norden und in Spandau gesammelt, aber auch bei Aushilfstätigkeiten im Raum Paderborn, bei Rom, sowie in der Pfalz während meines Sabbatjahres in Speyer.

Wenn Gott Lebensraum unter uns findet, weil wir uns in der gegenseitigen Liebe um die Einheit in Vielfalt bemühen, dann können wir etwas von der Gegenwart Jesu unter uns erfahren. Dann gewinnen wir und unsere Gemeinde Lebenskraft. Ist das nicht eine gute und anspruchsvolle Vorbereitung auf das Fest der Geburt des Herrn? Ist das nicht eine adventliche Haltung, die uns das Weihnachts­geheimnis tiefer verstehen lässt? Ist das nicht eine Lebenswiese, die uns gut in das kommende Jahr geleitet? Dazu wünscht Ihnen Gottes Segen

Ihr Subsidiar

Pfr. Dr.
Matthias Fenski





Liebe Gemeinde
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Mit Schreiben vom 11. Juli 2009 (Fest des heiligen Benedikt als Patron Europas) hat mich der Herr Kardinal Georg Sterzinsky zum Pfarrer der Gemeinde Zu den heiligen Zwölf Aposteln bestellt.

Geboren wurde ich am 22.11.1952 in Stralsund. In einem kleinen Dorf nördlich der Stadt verlebte ich die ersten 12 ½ Jahre meines Lebens. 1965 zogen wir in die Stadt. In der dortigen Gemeinde – St. Trinitatis – ging ich zur Erstkommunion und Firmung, und dort wuchs ich auch über die Ministrantengruppe in die Jugend hinein. Nach der abgeschlossenen Ausbildung in meinem ersten Beruf (Maler im Wohnungsbau) wurde ich zur NVA (Nationale Volksarmee) eingezogen. Als diese Zeit endlich vorbei war, erlernte ich einen zweiten Beruf (Stahlschiffbauer); in beiden Berufen habe ich auch den Facharbeiterbrief. In diesen Jahren war Klaus Vopravil in Stralsund Kaplan. Sein überzeugtes priesterliches Leben und seine Offenheit für uns junge Menschen bewirkte, dass die verschüttete Berufung zum Priestertum bei mir wieder lebendig wurde. So ging ich 1976 nach Magdeburg an das Norbertinum, einer kirchlichen Schule, um mich auf das Studium in Erfurt vorzubereiten. 1980 legte ich dort das Abitur ab und begann mit dem Studium in Erfurt. 1982 trat ich nach bestandenem Philosophikum in das Benediktinerkloster auf der Huysburg ein. Als Benediktiner beendete ich 1987 das Theologiestudium.

Nach sechs Jahren verließ ich 1988 das Kloster und ging in die Diözese Berlin zurück. Den Abschluss der Ausbildung machte ich im Seminar in Neuzelle und wurde dann zusammen mit drei weiteren Mitbrüdern am 30.6.1990 von Bischof Sterzinsky zum Priester geweiht.

Meine erste Kaplansstelle war Fürstenwalde; in dieser Zeit wurde das Bernhardinum mit Grundschule, Realschule und Gymnasium gegründet. 1992 erfolgte die Versetzung nach St. Joseph Berlin-Rudow, 1994 die nach St. Marien-Liebfrauen in Kreuzberg und 1997 ging ich als Studentenpfarrer und Kaplan nach Greifswald. 1999 vertraute mir der Bischof die Gemeinde St. Antonius in Potsdam-Babelsberg an. Diese Gemeinde im „Speckgürtel“ von Berlin hat sich in den 10 Jahren durch viele Zuzüge verdoppelt. So konnte ich in unterschiedlichen Gemeinden und Situationen Erfahrungen in der Seelsorge sammeln. Jetzt freue ich mich auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, damit sich das Reich Gottes ausbreitet und die Kirche von Berlin so ihren Auftrag dem Willen Gottes gemäß gut erfüllen kann.

Pfarrer Armin Kögler



Willkommen und Abschied


Mit Wirkung vom 1. September hat unsere Gemeinde wieder einen neuen Pfarrer. Wir freuen uns, dass wir mit Pfarrer Armin Kögler einen Geistlichen bekommen haben, der durch sein Wirken in St. Antonius in Potsdam-Babelsberg auf langjährige Erfahrungen in einer großen Gemeinde zurückblicken kann. Auch wenn die Berufung zum neuen Pfarrer erst Anfang September wirksam wird, konnten wir ihn bereits in mehreren Gremiensitzungen kennen lernen.

Gleichzeitig mit Pfarrer Kögler tritt  Pfarrer Dr. Matthias Fenski seinen Dienst als neuer Subsidiar an. Auch er sei an dieser Stelle herzlich gegrüßt, wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unserer neuen „Geistlichkeit“!

Während der letzten neun Monate hatten wir zwar keinen Pfarrer, sondern „nur“ einen Pfarradministrator, aber diesen - wenn auch mehr formalen - Unterschied hat man im Gemeindeleben nicht gemerkt. Wir möchten die Gelegenheit nutzen, uns an dieser Stelle bei Herrn Domvikar Matthias Patzelt für sein tatkräftiges Wirken in der Übergangszeit zu danken. Lieber Domvikar, Sie waren nicht nur ein Verwalter, sondern ein „Gestalter“. Insbesondere in zwei Punkten haben Sie bleibende Spuren hinterlassen. So haben Sie mit einem gewissen Mut zum einen entscheidend zu einer Änderung der Gottesdienstordnung beigetragen, und zum anderen das pastorale Leben in der Gemeinde bereichert: das Angebot der geistlichen Abende in der Fasten- und Osterzeit stieß bei vielen Gemeindemitgliedern auf großes Interesse, so dass Ihr „Verlängerungsangebot“ gern angenommen wurde. Darüber hinaus werden uns Ihre von tiefster Glaubensüberzeugung und breitem theologischen Wissen geprägten Predigten in Erinnerung bleiben. 

Zu guter Letzt möchten wir uns bei unserem bisherigen Subsidiar Pater Thomas Astan bedanken. Nicht nur wegen seiner ansprechenden und gleichzeitig  fordernden Predigten, sondern auch wegen seines Engagements bei der Erstkommunionvorbereitung  wird er uns in guter Erinnerung bleiben.

Allen Vorgenannten wünschen wir für ihre neuen Aufgaben Gottes Segen und die tatkräftige Unterstützung ihrer Gemeinden!

 

Für die Gremien

Katharina Brimmer  (Vorsitzende des Pfarrgemeinderates)

Andreas Klose (Stellv. Vorsitzender des Kirchenvorstandes)




269 Tage in unserer Pfarrei – Domvikar Matthias Patzelt

Ganze 269 Tage, vom 6. Dezember 2008 bis zum 31. August 2009 war Domvikar Matthias Patzelt als Pfarradministrator unserer Pfarrei eingesetzt. Eine so kurze Zeit könnte einen dazu verleiten, einfach darüber hinwegzugehen. Aber, obwohl Matthias Patzelt nur für einen überschaubaren Zeitraum bei uns gewesen ist und darüber hinaus normalerweise an zwei Tagen in der Woche in Münster zur Weiterführung seines Studiums war, hat er doch Spuren hinterlassen.

Als erstes wahrnehmbar für diejenigen, die die Sakristei in Zwölf Apostel nutzen, ist zuerst einmal die Veränderung, die sich dort während des Aufenthaltes von Domvikar Patzelt vollzogen hat. Alle Schränke wurden neu aufgeräumt, der Inhalt geordnet, überflüssige Dinge an anderer Stelle untergebracht, die Türen beschriftet, so dass jeder ohne Probleme alles finden kann. Außerdem wurde die Sakristei vollständig renoviert, unter anderem auch um die während der Heizungsrenovierung entstandenen „Schönheitsfehler“ zu beseitigen. Als Teil der Kirche hat die Sakristei in dieser Zeit wieder ein würdiges Aussehen bekommen.

Viel wichtiger als diese äußerlich sichtbaren Verbesserungen sind für mich die geistlichen Impulse, die von Ihnen, Herr Domvikar, ausgegangen sind. Besonders erwähnen in diesem Zusammenhang möchte ich die von Ihnen während der Pfingstnovene angebotene Fußwallfahrt nach St. Paulus in Moabit und die Glaubensabende, die jeden Donnerstag seit Beginn der Fastenzeit stattfinden. Da eine Gemeinde eigentlich immer auf dem Weg ist oder es zumindest sein sollte, war die Fußwallfahrt eine sehr schöne Möglichkeit, sich die Notwendigkeit des Sichfortbewegens mit Gott noch einmal bewusst zu machen. Richtig etabliert ist inzwischen der donnerstägliche Glaubensabend. Nicht nur von mir wird dabei die eucharistische Anbetungsstunde sehr geschätzt. Auch die Gespräche über die verschiedenen Sakramente und andere Glaubensthemen waren immer sehr bereichernd. Die Aussage der ältesten Teilnehmerin „Ich freue mich auf diesen Abend immer schon die ganze Woche.“ und die Tatsache, dass die Teilnehmer die begonnene Tradition auch in Zukunft fortsetzen möchten, sprechen für sich. Die gemeinsame Komplet an diesen Abenden hat das Gottesdienstangebot unserer Gemeinde auf wohltuende Art bereichert.

Lieber Herr Domvikar, ich möchte mich an dieser Stelle bei Ihnen noch einmal herzlich bedanken für Ihren Dienst in unserer Gemeinde, für die guten Predigten, die Anstoß und Halt gaben für das Christsein im eigenen Leben, für die vielen interessanten Gespräche über den Glauben, für die Kraft spendenden Anbetungsstunden, für die schönen, in Würde gefeierten Eucharistiefeiern, die eine Begegnung mit unserem Herrn ermöglichten, aber auch für die Arbeit mit den Ministranten und Jugendlichen und dafür, dass Sie immer ein offenes Ohr hatten, wenn man Sie gebraucht hat. Gott möchte ich an dieser Stelle danken für das Wegstück, das wir gemeinsam mit Ihnen gehen durften. Für Ihre neue Aufgabe als Pfarradministrator unserer Nachbarpfarrei St. Antonius in Babelsberg wünsche ich Ihnen Gottes Hilfe, seinen Geist und Segen! Ich freue mich sehr, dass wir im Gebet miteinander verbunden bleiben.

Monika Unland



Lieber Pater Astan,


Nach fast dreijähriger Wirkungszeit in unserer Gemeinde hat Ihnen unser Kardinal zum 1. September einen neuen Aufgabenbereich als Kaplan in der gerade fusionierten Pfarrei Maria unter dem Kreuz, Wilmersdorf, zugeteilt.

Während Ihrer Tätigkeit als Subsidiar in unserer Pfarrei haben Sie sich oft gewünscht und das auch geäußert, dass  Kinder und Jugendliche mehr am Gemeindeleben teilnehmen und sich heimisch und geborgen fühlen können.

Ihre Unterstützung während der letzten Kommunionvorbereitung war vor allem für uns Katecheten eine große Hilfe und Bereicherung, vieles haben wir inhaltlich auch für uns mitnehmen können. Die Kinder, die in der Kommunionvorbereitung waren, mochten Sie besonders wegen Ihrer unkomplizierten und verständlichen Art der Vermittlung des Wortes Gottes. Als wir die Kinder fragten, was ihnen während der Vorbereitungszeit zu ihrer Erstkommunion am besten gefallen hat, sagten sie: „Die Fahrt nach Kirchmöser mit Pater Astan, die Gottesdienste dienstags - und das Kerzen­gestalten!“ Sie sehen, es wurden Prioritäten gesetzt!

Ihre sonntäglichen Predigten haben uns aufgerüttelt und zum Nachdenken angeregt, ihre Aktualität und der aktuelle  Bezug auf unseren Alltag (Politik, Wirtschaft, soziale Ungerechtigkeiten) gab auch des Öfteren den Anreiz zu Diskussionen untereinander, ebenso wie die jeweilige Länge der Predigt oder die Tatsache, dass es Ihrerseits spontan eine Änderung in der Gottesdienstordnung gab…

Großes Interesse zeigten Sie ebenfalls in den augenscheinlich endlos dauernden Sitzungen des Pfarrgemeinderats, Ihr Rat in pastoralen Dingen war oft hilfreich.

Lieber Thomas, ich erlaube mir, das „DU“ zu benutzen, denn das hast Du uns, unkompliziert und natürlich wie Du bist, einmal angeboten und wir haben es gern angenommen und erwidert:

Wir sind froh, Dich kennen gelernt zu haben und über die Zeit, die wir mit Dir in unserer Gemeinde verbringen durften. In vielen deiner Erzählungen konnten wir erfahren, wie wichtig Gott im Leben der Menschen und besonders in Deinem Leben, das sich erst sehr anders gestaltet hatte, ist.

Für Deine Zukunft wünschen wir Dir von Herzen Gottes Segen und Beistand. Wir wissen, dass Du uns in Deine Gebete mit einschließt und werden das im umgekehrten Fall auch tun!

Gott sei mit dir am Morgen und am Abend, und ganz gewiss an jedem neuen Tag!“

Andrea Klose




Liebe Gemeinde,


am 12. Februar des Jahres 304 wurden in Karthago 49 Christen zum Tode verurteilt, weil sie trotz kaiserlichen Verbots am Sonntagsgottesdienst teilgenom­men hatten. Der Hinrichtung waren scharfe Verhöre und Folterungen voraus­gegangen. Auf die Frage des Richters: „Warum habt ihr euch versammelt, obwohl es vom Kaiser verboten ist?“, antworteten die Christen: „Wir können ohne die heilige Messe nicht leben.“

Warum gehen wir zur heiligen Messe? Oder warum gehen wir nicht? Fehlt uns ohne sie etwas, so wie manchen Kranken, die am meisten darunter leiden, dass sie den Gottesdienst nicht mehr besuchen können? Mutter Teresa von Kalkutta wurde von einem englischen Reporter gefragt: „Woher kommt der Ansporn, das Feuer, die Stärke dessen, was Sie tun?“ Mutter Teresa gab zur Antwort: „Sie kommen aus Christus und dem Sakrament.“ „Daher also beginnen Sie jeden Tag mit der heiligen Messe?“ „Ja, ohne Ihn könnten wir nichts tun.“

Die Eucharistie ist das Vermächtnis Jesu, sein Testament. Seine Liebe wird greifbar, sooft das Opfer des Neuen Bundes auf dem Altar gegenwärtig wird. Getrennt von dieser Liebe können wir nichts tun (Joh 15,5). Die Kirche lebt aus der Eucharistie.

Das Fronleichnamsfest soll für uns wieder eine Chance sein, dass wir uns dem Mysterium der Eucharistie nähern und es als Quelle aller kirchlichen Erneuerung entdecken. Und dabei kommt es nicht zuerst auf das verstandesmäßige Erfassen an: Das „Geheimnis des Glaubens“, d.h. der Tod und die Auferstehung des Herrn wollen nicht zuerst begriffen werden. Vielmehr sollen wir Ergriffene sein. Und das geschieht nur, wenn wir auch Mitfeiernde sind, wenn wir uns einlassen auf die Feier der Erlösung, die in jeder Heiligen Messe begangen wird. An jedem Tag der Woche wird in unserer Gemeinde Eucharistie gefeiert. Können wir ohne sie nicht leben, wie die Christen von Karthago, wie die Schwestern von Mutter Teresa? Dann könnten wir gar nicht oft genug und gar nicht innig genug die heilige Messe mitfeiern.

Aber nicht nur die Messe selbst, auch der Kult, der der Eucharistie außerhalb der Messe erwiesen wird, hat einen unschätzbaren Wert für das Leben der Kirche. Die Gegenwart Christi unter den heiligen Gestalten, die nach der Messe aufbewahrt werden, kommt von der Feier des Opfers her und strebt auf die sakramentale wie die geistliche Kommunion zu. Hier sind wir eingeladen, im geistlichen Zwiegespräch und in einer Haltung der Liebe beim Herrn zu verweilen und aus der Quelle der Gnade zu schöpfen. In seiner letzten Enzyklika zitierte Johannes Paul II. den Hl. Alfons v. Liguori (Ecclesia de Eucharistia Nr. 25): „Unter allen Frömmigkeitsformen ist die Anbetung des eucharistischen Christus die erste nach den Sakramenten; sie ist Gott die liebste und uns die nützlichste.“

So freue ich mich, dass die wöchentliche Stunde der eucharistischen Anbetung so gut Anklang gefunden hat, dass der Wunsch laut wurde, diese Kette des Gebetes mit Pfingsten nicht abbrechen zu lassen. Sehr gern komme ich dieser Bitte entgegen und lade jeden von Ihnen weiterhin sehr herzlich donnerstags von 19 bis 20 Uhr nach Zwölf Apostel ein. Auch wenn Sie nur selten oder nur für ein paar Minuten kommen oder sich persönlich einen ganz anderen Termin wählen (die Kirchen sind ja tagsüber immer offen): Die Zeit, die wir dem eucharistischen Herrn schenken, der mitten unter uns weilt, ist immer gut investiert.  Und ich erlaube mir, Ihnen noch einmal drei besondere Gebetsanliegen ans Herz zu legen: die stete Erneuerung unserer Gemeinde durch den Heiligen Geist, die sichtbare Einheit aller Christen und gute geistliche Berufungen zum Priestertum und zum geweihten Leben.

So wünsche ich uns allen Gottes Segen und die Freude seiner Gegenwart.

Ihr Matthias Patzelt, Domvikar
Pfarradministrator




Liebe Gemeinde
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Pater Johannes Schwierzi, SDB

seit dem Nikolaustag, dem 6. Dezember 2008, bin ich vom Kardinal von meinen Pflichten als Pfarrer der Gemeinde Zu den heiligen Zwölf Aposteln entbunden worden. Seit diesem Tag wird die Gemeinde von Domvikar Patzelt geleitet.
Ich möchte mich von Ihnen allen verabschieden. Ich habe mich bei Ihnen in Schlachtensee und Wannsee immer sehr wohl und angenommen gefühlt. Ich war gerne bei Ihnen und für Sie da!

Besonders möchte ich mich bei allen bedanken, die in all den Jahren mit mir zusammengearbeitet haben, die mich unterstützt und mir mit Rat und Gebet zur Seite gestanden haben. Ich danke dem lieben Gott, dass er dies alles so gefügt hat. Möge für meine Arbeit das Wort des heiligen Paulus gelten: „Von jedem Verwalter verlangt man nur, dass er für treu befunden werde“ (1 Kor 4,2).

Drei Bitten möchte ich Ihnen  mit auf den Weg geben:

- Achtet auf den Glauben in den Familien, der nur in betenden Familien wachsen kann.
- Der Altar sei die Mitte der Gemeinde. Gelebter Glaube kann nur sakramental getragen sein.
- Keiner darf allein stehen. Nur gemeinsam im Tragen und Ertragen kann eine Gemeinde leben.

Lieber Matthias, Dir wünsche ich viel Glück und Gottes Segen für Deine Aufgabe, die Gemeinde zu führen. Ich bin sicher, dass Du von der Gemeinde die gleiche Unterstützung bekommen wirst, die ich erfahren durfte.

Ich werde unserer Gemeinde im Gebet immer eng verbunden bleiben und bitte auch Sie alle um Ihr Gebet!

Gott segne unsere Gemeinde und Sie alle!


Herzlich,

Ihr Pater Johannes Schwierzi,  SDB




Deine Spuren im Sand ...

Lieber Pater Schwierzi,

in Ihrem Leben haben Sie viele Spuren Ihrer Liebe, Begeisterung, Zuversicht  und Freude am Glauben hinterlassen, die kein Wind hinwegwehen wird, da sie unvergesslich in die Herzen der Menschen, die Ihnen begegnet sind, gelegt wurden. Bevor Sie zu den Salesianern ins Don-Bosco-Heim in Wannsee kamen, waren Sie in der Nähe von Fulda tätig. Im Don-Bosco-Heim konnten Sie sich ganz auf die Arbeit mit  Kindern und Jugendlichen konzentrieren, die Ihnen immer besonders am Herzen lagen und immer noch liegen. Aus diesem Grund haben Sie auch, als Sie 1996 in das Pfarrhaus nach Wannsee in die Gemeinde St.Michael zogen, sich zum Ziel  gesetzt, dort die Kinder- und Jugendarbeit aufzubauen. Mit der Gestaltung der Kindergottesdienste haben Sie viele junge Familien in diese Pfarrei gezogen. Ihnen haben Sie Ihre Liebe und den unerschütterlichen Glauben an Jesus Christus vorgelebt und weitergegeben. Als Religionslehrer in der Sancta Maria Schule in Wannsee steckten Sie mit Ihrem Frohsinn und Ihrer Offenheit die Kinder an und weckten deren Neugierde auf den Glauben an Christus.

Die Feier der Eucharistie und die Erinnerung an Christi Tod und Auferstehung  waren und sind Ihnen am allerwichtigsten. Das Erleben der christlichen Gemeinschaft und das Aufgehoben sein in Gott hat Ihnen immer wieder Kraft und Stärke gegeben, Ihre Gemeinde zu leiten. Administration, Personal- und Finanzfragen waren nicht so Ihr ‚Ding’, das überließen Sie lieber den dafür zuständigen haupt- und ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern Ihrer Pfarrei!  Sie waren eher der ‚Macher’, führten hier und da kleinere Reparaturen in Pfarrhaus und Kirche selbst aus, besorgten die Gartenarbeit und kauften schon mal selbst für größere Feste ein!

Doch der stetige Wandel und die Weiterentwicklung in unserem Bistum hatten Neuerungen zur Folge: Ihre ganze Kraft und viel Fingerspitzengefühl waren gefragt, als im Jahr 2003 die Fusion der Gemeinden St. Michael und Zu den hl. Zwölf Aposteln in Schlachtensee anstand, die Erreichung dieses Zieles hatte Ihnen der Kardinal nun zur Aufgabe gemacht.

Dabei hatten Sie und Pfarrer Schmidt es sich so schön vorgestellt, gemeinsam in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen und die Aufgabe der Fusion einem jüngeren Priester zu überlassen!

In dem festen Glauben, dass Gott Ihnen in allen Fragen und Schwierigkeiten zur Seite stehen wird, zogen Sie im Jahr 2004 von Wannsee nach Schlachtensee ins Pfarrhaus, um von hier aus beide Standorte in einer Gemeinde zu vereinen. Es ist eine Gemeinde zusammengewachsen, die sich in vielen Gruppierungen und Kreisen trifft und lebendig im Glauben wächst. Viele von uns haben den Schritt ‚über die Wannseebrücke’ gewagt und engagieren sich somit an beiden Standorten auf unterschiedliche Weise.

Alle Menschen, die mit Ihnen eine Strecke des Weges gemeinsam gegangen sind, werden Ihre Spuren nicht versanden lassen, sondern sie in ihrem Herzen tragen und Sie nicht vergessen.

Wir alle wünschen Ihnen von ganzem Herzen für die Zukunft viel Glück, vor allem Gesundheit und Gottes Segen, denn: „…Gott ist mit dir am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag“!

Der Herr hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.

(Psalm 91, 11)

Katharina Brimmer  (Vorsitzende des Pfarrgemeinderates)                         Andreas Klose  (Stellv. Vorsitzender des Kirchenvorstandes)



Liebe Gemeinde,

der Hl. Nikolaus ist immer für Überraschungen gut. Mit Wirkung vom 6. Dezember hat mich unser Erzbischof zum Pfarradministrator der Pfarrei Zu den heiligen Zwölf Aposteln ernannt. Auch wenn es mittlerweile schon viele Anlässe zum Kennenlernen gab und wir gemeinsam Weihnachten feiern durften, will ich die Gelegenheit doch nutzen, mich auch auf diesem Wege noch einmal kurz vorzustellen.
Geboren bin ich 1973 in Berlin (die Frage, ob Ost- oder West-, ist für mich, der ich zum Zeitpunkt der Maueröffnung noch im ersten Lehrjahr steckte, nicht mehr so ganz nachvollziehbar; rodeln war ich vor der Klimakatastrophe jedenfalls immer in den Müggelbergen). Nach der Ausbildung zum Offsetdrucker, dem nachgeholten Abitur und sieben Jahren in den Priesterseminaren von Erfurt und Berlin wurde ich 2001 zum Priester geweiht. Sowohl in Greifswald als auch in Frankfurt (Oder) war ich Kaplan und Seelsorger der jeweiligen Studentengemeinde. Seit 2006 bin ich nun Theologenreferent unseres Erzbistums, d. h. verantwortlich für all die jungen Männer, die sich auf den priesterlichen Dienst in den Pfarreien zwischen Rügen und dem Fläming vorbereiten. Diese Aufgabe ist mir z. Zt. ebenso wenig abgenommen wie ein kleines Aufbaustudium, das mich für zwei Tage in der Woche nach Münster ruft. Nichtsdestotrotz freue ich mich auf die Wochen / Monate, in denen ich bei Ihnen Dienst tun darf, bis dann ein neuer Pfarrer gefunden sein wird.

Dieser wird irgendwann zwischen dem I. Fastensonntag und dem Spätsommer kommen und dann als einziger Priester für die Gemeinde mit ihren zwei Standorten zur Verfügung stehen. Das bedeutet, dass auch die Zahl und die Zeiten der Gottesdienste umgehend so gestaltet werden müssen, dass sie bald von einem Priester allein wahrgenommen werden können. Nach Beratung mit den pastoralen Mitarbeitern und Vertretern der Gemeindegremien sehe ich nun zum 1. Februar 2009 den Zeitpunkt gekommen, an dem wir zu den Sonntagen an jedem Standort nur noch zwei Hl. Messen werden feiern können; die Vorabendmesse in Zwölf Apostel ist nicht mehr aufrecht zu erhalten. Ich weiß, dass diese Entscheidung manche Gläubige schmerzen wird; und ich selbst hätte gern einen anderen Einstand gegeben. Aber kein Priester kann bzw. darf regelmäßig fünf Sonntagsgottesdienste feiern; und der Wegfall jeder der anderen vier Hl. Messen wäre noch schwerer vermittelbar gewesen.

Auch wenn ich beim Schreiben dieser Zeilen die Krippe vor mir habe, führt uns der neue „Apostel“ doch schon in die Fastenzeit, die in den ersten Jahrhunderten der Kirche vorrangig die letzte und intensivste Zeit der Taufvorbereitung für die Katechumenen war. Später, als kaum noch Erwachsene um die Aufnahme in die Kirche baten, weil alle schon als Kinder getauft worden waren, wurden die vierzig Tage vor Ostern zu einer Zeit der Tauferneuerung. Wir bitten Gott, dass er uns die Reinheit des Herzens schenkt, die wir im Augenblick der Taufe gehabt haben. Das geschieht heute zum einen durch eine gute Beichte; denn echte Osterfreude kommt von innen aus der persönlichen Begegnung mit der Barmherzigkeit des Auferstandenen. Zum anderen feiern wir Tauferneuerung in der Osternacht durch die Erneuerung des Taufversprechens; der Glaube an den dreifaltigen Gott wird durch die ganze Gemeinde bezeugt. Als Vorbereitung und Vertiefung einer persönlichen Ostererfahrung wird es in unserer Gemeinde in diesem Jahr zwei besondere Gelegenheiten geben: In der Fastenzeit finden in St. Michael in den Vorabendmessen Fastenpredigten statt, die Pater Astan SDB und ich halten werden; die Thematik wird noch bekannt gegeben. Und an jedem Donnerstag zwischen Aschermittwoch und Pfingsten sind Sie zu einem geistlichen Abend in Zwölf Apostel eingeladen. Wir beginnen mit einer stillen Eucharistischen Gebetsstunde um 19.00 Uhr, an die sich ein Glaubensgespräch anschließt. Um 21.30 Uhr beten wir die Komplet. Auch wer nur zu einem der Elemente, vielleicht auch nur zu ein paar Minuten Anbetung kommen kann, ist herzlich willkommen.

So wünsche ich Ihnen allen zuerst eine frohe Faschingszeit und dann einen guten Start in die heiligen Vierzig Tage.

Ihr Matthias Patzelt, Domvikar
Pfarradministrator


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                                      Letzte Aktualisierung:  28.05.2010