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Kirche Zu den Hl. Zwölf Apostel,
Wasgenstraße 49, 14129 Berlin (Schlachtensee)
Kirche St. Michael, Königstraße 43, 14109 Berlin (Wannsee)
Pfarramt
Schlachtensee: Tewsstraße 20, Tel.: (030) 805 862 970 / Fax: (030) 805 862 977
Gemeindehaus
Wannsee: Hohenzollernstraße 28, 14109 Berlin
Besucher seit dem 31.1.2001
Lieber Gemeinde,
Herbst?
Sie sind –
hoffentlich gut erholt – aus den Ferien zurückgekommen. Dann ging es für
viele sofort an die Vorbereitungen für die Schule, und in der Gemeinde mussten
die Vorbereitungen für das Gemeindefest am 28. August auf dem Gelände in Wannsee
in Angriff genommen werden. Zudem laufen die Vorbereitungen für den Papstbesuch
weiter.
Und nebenbei hat sich
auch etwas in der Ordnung der Kinderliturgien ergeben. Nein! Natürlich war es
nicht nebenbei. Der Pfarrgemeinderat hat sich zu einer Klausursitzung
getroffen, um dieses Thema intensiv zu besprechen. Einige Gemeindeglieder, die
sich im Kinderliturgiekreis engagieren, waren zu dieser Sitzung eingeladen.
Dort wurde folgende Ordnung beschlossen:
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Sonntag |
12 Apostel |
St. Michael |
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erster |
Familiengottesdienst |
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zweiter |
Kinderliturgie
im Saal |
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dritter |
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Familiengottesdienst |
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vierter |
Kinderliturgie
im Saal |
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Als Überschrift für mein
kleines Vorwort steht „Herbst?“, mit einem Fragezeichen. Ich habe
den Eindruck, dass mit dem 2.Juli 2011 ein neues Zeitalter – ein Frühling
– in Stadt und Bistum begonnen haben. Der neue Bischof (am 27.08. in sein
Amt eingeführt) wird andere Akzente in Pastoral und Evangelisierung setzen. Das
Zeugnis für den Glauben müssen wir gemeinsam geben; dazu sind wir als Getaufte
durch Christus auch gerufen.
Der Besuch des Papstes
in unserer Stadt will dieses Zeugnis für Jesus Christus stärken, will uns so
den Mut geben, im Vertrauen auf IHN, Schritte in die Zukunft zu gehen.
Der Glaube muss nicht
nur an die eigenen Kinder weitergegeben werden, er soll so gelebt und bezeugt
werden, dass andere Erwachsene nach dem Glauben fragen.
Es braucht also nicht
nur die Überlegungen in Bezug auf die Kinderliturgien. Es braucht die Freude am
Leben aus dem Glauben, damit andere durch diese Freude angesteckt werden. Es
braucht eine neue Glaubensfreude, zu der auch der Papst immer neu einlädt.
Ihnen Gottes Segen und
den Heiligen Geist für die richtigen und mutigen Schritte in die Zukunft.
Ihr Armin Kögler, Pfarrer
Pfingsten
Was
schreibt der Pfarrer Ende April für den
Am
28. Mai haben wir in diesem Jahr in unserer Gemeinde die Erstkommunion
gefeiert. Wegen der vielen Kinder fand die Feier am Samstag in zwei
Gottesdiensten statt.
Vierzehn
Tage später begehen wir das Pfingstfest. Dieses wird oft als Geburtsfest der
Kirche bezeichnet. Doch was ist Kirche? Das Gebäude unter dem Patronat der
heiligen Zwölf Apostel oder des heiligen Erzengels Michael? Unsere Gemeinde?
Unser Bistum, das auf einen neuen Bischof wartet und sich auf das besondere
Geschenk des Papstbesuches vorbereitet?
An
dieser Kirche gibt es viel zu kritisieren, zum Teil zu Recht. Als ich über
diese Dinge nachdachte, fiel mir vor wenigen Tagen der folgende Text in die
Hände:
Zum
weisen Einsiedler kamen eines Tages junge Menschen und erzählten, dass sie von
der Kirche enttäuscht seien: Der Pfarrer ist ein alter Konservativer, so die
einen, eine linke Socke, so die anderen, und von der Leitung des Bistums ist
auch nichts zu erwarten. In der Gemeinde hätten die anderen alle ihre Ideen
verworfen. Die sind alt und verknöchert, schlimme Sünder!
So
waren sie sich einig. Deshalb seien sie gegangen, um die vollkommene
Gemeinschaft der Gläubigen zu suchen.
Da
führte der Einsiedler sie zum alten Gemäuer seiner Kapelle und fragte:
„Was seht ihr?“ - „Altes Mauerwerk mit viel Unkraut und
Moos.“ - „Und doch wohnt Gott in diesem scheinbar ungepflegten
Haus“, meinte der Mönch. „So ist es auch mit der Kirche. Sie kann
nicht rein und perfekt sein, weil sie aus Menschen besteht. Auch ihr seid
Menschen und ich sage euch: Selbst wenn ihr die vollkommene Kirche findet, sie
ist es in dem Moment nicht mehr, sobald ihr sie betretet!“
Mich
hat dieser Text sehr betroffen gemacht. Die in den Augen der Menschen
vollkommene Kirche gibt es nicht. Die von Gott geheiligte Kirche - mit den
sündigen Menschen in ihr - ist der Raum, in dem wir leben können. Wir - und
andere mit uns.
Ihnen
ein gesegnetes Pfingstfest und dann erholsame Ferien
Ihr Armin Kögler, Pfarrer

Fasten und Ostern
Als ich vor Jahren einem Freund erzählte, dass ich
eine Kur machen möchte, reagierte der mit der Frage: „Musst wohl etwas
abnehmen?“ – „Wie kommst du denn darauf?“, fragte ich
zurück, „ich will mein Knochengerippe wieder in die rechte Ordnung
bringen.“
Fasten, nur um gesund zu werden?
Als ich mich Anfang `99 für 14 Tage in einen
kontemplativen Konvent zurückziehen konnte, durfte ich andere Erfahrungen mit
dem Fasten machen. In dieser Zeit lagen drei Fasttage, an denen es nur am Abend
ein „normales“ Essen gab; sonst standen trockenes Brot und Tee auf
dem Tisch. An diesen Tagen war ich sensibler für das Wirken Gottes. Die Anbetung
hatte einen „besseren Geschmack“ und bei der Lesung in der Heiligen
Schrift schien es mir, als ob mir vieles leichter einsichtig wurde, sich mir
neu erschloss.
Lassen Sie doch in der Fastenzeit den Fernseher,
das Radio und die Musikanlage schweigen, damit es in Ihnen still wird. Lesen
Sie in der Heiligen Schrift – auch mit der Familie zusammen- und
versuchen Sie einmal bewusster andere Menschen und Gott in den Blick zu nehmen.
So vorbereitet können Sie Ostern, das Fest der Befreiung anders feiern, Fest
der Befreiung auch von Anhänglichkeiten, die sonst „so normal“
sind.
Auch in diesem Jahr wird eine Erwachsene in der
Osternacht getauft. Für sie ist die Fastenzeit eine intensive Zeit der
Vorbereitung auf die Taufe. Die Taufbewerberin (und alle ca. 80 bis 100 im
Bistum) im Gebet gut zu begleiten ist auch eine wichtige Aufgabe in dieser Zeit
der Vorbereitung auf das Osterfest. So vorbereitet werden wir in Freude Ostern
feiern können.
Vor wenigen Tagen las ich: „Viele können
nicht mehr recht Ostern feiern, weil sie nicht recht fasten können.“
In der Fastenzeit nicht nur den körperlichen
Aspekt, sondern stärker den geistlichen Aspekt in den Blick nehmen, bewusst
mehr beten und in der Bibel lesen sind wichtige Schritte der Vorbereitung.
Ihnen allen wünsche ich Gottes Segen für die Zeit
der Vorbereitung auf das Fest der Auferstehung und die Freude des
Auferstandenen in reicher Fülle.
Ihr Armin Kögler,
Pfarrer
Liebe Pfarrgemeinde,
Vor wenigen Tagen fiel mir eine Geschichte von Max
Lucado in die Hände. Er hat sie unter die Überschrift gestellt: Ehe es zu spät
ist.
Ein Kapitän hat zwei kleine Jungen im Alter von
zwei Jahren nach einem schweren Seesturm aus dem Wasser gefischt. Sie waren die
einzigen Überlebenden. Viele Jahre lebt er mit ihnen und der Mannschaft auf
einer Insel. Eines Tages muss er sich auf eine längere Reise machen und lässt
die Kinder – jetzt etwa 15-16 Jahre alt – auf der Insel zurück. Er
gibt ihnen klare Anweisungen für die Zeit bis zu seinem Wiederkommen. In der
Mitte der Insel erhebt sich ein großer Vulkan, der mit seinem Ascheregen den
umgebenden Wald grau färbt. Ihn sollen die Jungen nicht betreten, da sie dann
sterben müssen. Die Zeit zieht sich, der Kapitän scheint nicht zu kommen. Ein
Junge geht in den Wald, und sein Bruder sieht mit Schrecken, dass er grau und
grauer wird. Es kommt zur Auseinandersetzung unter den Jungen. Als der eine
sich entscheidet, nicht auf die Rückkehr des Kapitäns zu warten, sondern in den
Wald „zu seinen neuen Freunden“ zu gehen, die ihm „die Welt
erklären und das echte Leben zeigen“, kommt der Kapitän zurück. Der
bereite Junge geht an Bord, läuft voller Freude in die Arme des Kapitäns.
Dieser ist sehr traurig, dass der andere den Wald mit seinen Verlockungen
gewählt hat. Auf die Bitte: Sollen wir ihn nicht holen?“, muss er
antworten: „Nein, mein Kind. Er hat seine Wahl
getroffen.“
Das
Schiff setzt sich in Bewegung, und als sie den Horizont erreichen, spüren sie
den ausbrechenden Vulkan.
Manche
Entscheidungen unseres Lebens sind von endgültiger Bedeutung.
Wir beginnen bald die Fastenzeit. Ich wünsche
Ihnen, dass es für Sie eine Zeit wird, in der sich Ihre geistlichen Sinne
schärfen, in der Sie die Geister unterscheiden lernen und den Weg zum Leben
wählen. Gerade dann, wenn die rechte Entscheidung schwer ist, brauchen wir die
Unterstützung durch den Geist Gottes. Die Fastenzeit will uns helfen, die
Geister zu unterscheiden. Dazu Gottes Segen
Armin Kögler,
Pfarrer
„Süßer die
Glocken nun klingen…“
Wir
alle kennen diese Zeilen und haben sie schon oft gesungen. Gerade im Advent ist
das Lied oft zu hören. Nun zeichnet sich in unserer Kirche St. Michael das
Verstummen der Glocken ab.
Am
Donnerstag, 21.10., waren Herr Sprachta vom erzbischöflichen Bauamt und der
Glockensachverständige des Erzbistums mit mir auf dem Turm von St. Michael, um
die Glocken und die Glockenanlage zu inspizieren. Das Ergebnis war
niederschmetternd und aufrichtend zugleich. Das Ausschalten der beiden noch im
Turm verbliebenen Stahlgussglocken (1927 gegossen) war die richtige
Entscheidung, da die große Glocke schon „deutliche
Korrosionslöcher“ hat. Dies ist die „Vorstufe des Herausbrechens
von Glockenteilen“. Der Glockenstuhl wird in seiner jetzigen Ausfertigung
nicht für die neuen Glocken genügen. In meinem Hinterkopf war sofort die Frage:
Wo bekommen wir das ganze Geld her? Die gute Nachricht kam vom Mitarbeiter des
Erzbischöflichen Ordinariats (EBO), der davon sprach, dass das EBO die Kosten
der Bauarbeiten bis zu 70 % übernehmen wird. „Jedoch bleiben die Glocken
zu 100 % bei der Gemeinde.“ Wir warten nun auf den schriftlichen Bescheid
des Sachverständigen, um die genauere Größenordnung des Gemeindeanteiles zu
sehen.
Wieso
schreibe ich Ihnen dies alles? Wir müssen uns in einer gemeinsamen Anstrengung
bemühen, die nötigen Finanzmittel aufzubringen, damit auch in St. Michael die
Glocken bald wieder kräftig läuten, um der Welt die Botschaft zu bringen, dass
bis heute Gott auf den Menschen wartet und ihm begegnen will, nicht nur am
Weihnachtsfest.
So
wünsche ich Ihnen für die Advents- und Weihnachtszeit den reichen Segen Gottes.
Möge es für uns alle eine Zeit sein, in der viel in uns zum Klingen kommt,
damit wir deutlicher und mutiger von unserem Glauben Zeugnis geben können.
Armin Kögler,
Pfarrer
Auf dem Weg zu Jesus Christus
Das Weihnachtsfest steht wieder vor der Tür, ein Jahr neigt sich dem Ende zu.
Was
haben wir in diesem Jahr alles erlebt, geschafft und Neues gewagt?
In
der Adventszeit haben Sie hoffentlich Zeit über diese Fragen nachzudenken.
Wie
sah denn mein 'Weg zu Jesus Christus' in diesem Jahr aus? Bin ich immer
vorangegangen, habe mich nicht ablenken lassen und habe im Sinne Jesus
Christi gelebt und gehandelt? Habe ich mich um meinen Nächsten gekümmert oder
habe ich weggeschaut und meine helfende Hand nicht ausgestreckt?
War
der Weg sehr beschwerlich, oft nicht zu schaffen und bin ich davon abgekommen?
Es
ist für jeden Christen immer eine schmerzliche Erfahrung, wenn er feststellt,
den Weg zu Jesus Christus verlassen zu haben. Wenn er den Mut verliert und
nicht zurückgeht, wird er feststellen, dass etwas Grundlegendes im Leben fehlt:
Nämlich die Kraft, Güte und allumfassende Liebe Gottes.
Durch
die feste Zuversicht, dass Gott uns immer wieder die Hand reicht und
verzeiht, wie uns Christus in der Geschichte des 'Barmherzigen Vaters 'erzählt
hat, haben wir die Kraft und den Mut, die Unwegsamkeiten im Leben zu
überwinden und auf Christus zuzugehen.
Lassen
wir uns jetzt in der stressigen und hektischen Vorweihnachtszeit nicht anstecken
von dem, was noch gemacht, gekauft und erledigt werden muss.
Wir
sollten die Adventszeit nutzen, bewusst den Weg zu Christus zu gehen, um ein
besinnliches und friedliches Weihnachtsfest erleben zu können.
Ich
möchte mich bei allen bedanken, die in diesem Jahr die Gemeinde durch ihre
Mithilfe unterstützt und vorangebracht haben. Dazu zählen nicht nur die, die
bei Festen und / oder in Chören und Gremien der Gemeinde mitwirkten, sondern
auch die vielen Menschen, die im „Stillen“ gewirkt und uns mit
ihrem Gebet begleitet haben.
Ich
wünsche Ihnen und Ihren Familien ein frohes Weihnachtsfest und Gottes Segen für
das Jahr 2011
Ihre Katharina Brimmer
(Pfarrgemeinderatsvorsitzende)
Lieber Leser des Apostels,
seit
Mai dieses Jahres läuft die Spendenaktion zugunsten der Instandsetzung der
Glocken und des Glockenstuhls unserer Kirche St. Michael. Wir möchten Ihnen
heute zum einen für Ihre bisherige Spendenbereitschaft und Ihr Engagement
herzlich danken, zum anderen Sie über den aktuellen Stand der Sammelaktion
informieren. So konnten dank zahlreicher großer und kleiner Spenden bislang
3.160,- € eingenommen werden, hinzu kommen ca. 600,- € durch den
Verkauf des allseits geschätzten „Glockenweins“ (Stand 10. Oktober
2010).
Auf
der anderen Seite ergibt sich nach vorläufiger Schätzung ein
Finanzierungsbedarf von ca. 50.000,- € (davon entfallen 28.000,- bis
30.000,- € auf den Ersatz zweier schadhafter Glocken durch neuwertige
Bronzegussglocken; die Restsumme wird für Reparatur bzw. Austausch des
Glockenstuhls sowie für Aus- und Einbau benötigt). Das heißt, trotz
erfolgreichen Starts sind wir noch ein gutes Stück von unserem Ziel entfernt.
Bitte unterstützen Sie weiterhin die Aktion zugunsten der Glocken von St.
Michael durch Ihre Spende, aber auch, indem Sie im Gespräch mit anderen auf das
bestehende Problem hinweisen. Wir freuen uns über jeden auch noch so kleinen
Betrag. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung des
christlichen Lebens weit über die Ortsgrenzen Wannsees hinaus!
für den
Kirchenvorstand
für die Freunde von St. Michael e. V.
Dr. Andreas
Furche
Berthold Hannig
Liebe Gemeinde,
Die Ferien- und
Urlaubszeit ist zu Ende; die Lern- und Arbeitswelt hat uns wieder. Einige haben
sich auf neue Wege begeben: Die Kleineren erforschen die Kitas und Schulen; die
Großen bereichern Ausbildungs- und Arbeitsstellen.
Ich auch! Ich heiße Uta Jürgens und bin seit dem 1. August Gemeindereferentin
hier in der Gemeinde Zu den heiligen Zwölf Aposteln. Ich bin 44 Jahre alt und
habe eine kleine Tochter von drei Jahren. Geboren und aufgewachsen bin ich in
Stralsund.
Nach dem Studium für
Religionspädagogik und Gemeindepastoral war ich elf Jahre in Berlin- Spandau
als Gemeindereferentin tätig.
Im Jahr 2003 bekam
ich eine Freistellung für ein Jahr für eine persönliche Zeit der
Neuorientierung und Reflexion. In diesem Jahr hatte ich die Möglichkeit in
einer Gemeinde in Nordnorwegen zu leben, auszuruhen, Erfahrungen und neue
Kräfte zu sammeln.
Anschließend war ich
drei Jahre in St. Ludwig in Wilmersdorf tätig.
Nach der Geburt
meiner Tochter und einem Jahr Elternzeit führten mich meine Wege nach St.
Canisius, Charlottenburg, und anschließend für ein Jahr in eine Grundschule als
Religionslehrerin.
Nun freue ich mich
auf die neuen Wege in der Gemeinde, auf die gemeinsame Zeit, auf das
Miteinander, Mitgestalten, Neugestalten und das Weiterführen – auf das
Mitgehen auf Gottes krummen und geraden Pfaden und Promenaden, Feldwegen und
Alleen.
Dazu wünsche ich uns
allen Gottes reichen Segen.
Ihre Uta
Jürgens
"Glockenwein" für St. Michael
Als die Welt
noch leise war, haben die Glocken das Wort Gottes weit ins Land getragen. In
den Städten können heute selbst die größten Glocken oft den Lärm der Zeit nur
noch kurz übertönen. Glocken erinnern uns daran, dass es mehr gibt als
"immer schneller, immer mehr". Es genügt heute nicht mehr nur Gutes
zu tun, wir müssen dieses auch in die Welt "hörbar" tragen.
Zur Unterstützung der Glocken-Aktion für die Katholische Kirche St. Michael
haben die Freunde von St. Michael eine Glockenwein-Aktion gestartet.
Unterstützen Sie bitte mit Ihrem Wein-Kauf die Glockenanschaffung. Der Wein
kann entweder in den beiden Kirchen oder telefonisch unter 0171-2613876
bestellt werden. Ab fünf Kartons werden Ihnen die Weine nach Hause gebracht.
Zum Kennenlernen bieten wir Ihnen ab September 2010 gemütliche Weinproben an.
Über diese Termine werden Sie gesondert informiert werden. Somit bekommen die
Sprüche "In vino veritas" oder "Selbst Gott braucht Werbung. Er
braucht Glocken!" einen neuen Klang.
Beste Grüße und Dank für Ihre Unterstützung!
Dr. Michaela Schmitz
Liebe Gemeinde,
Zwar müssen
wir noch einige Zeit darauf warten, aber schon jetzt geistert dieses Wort durch
die Köpfe und Herzen der Menschen. Urlaubspläne werden geschmiedet, Urlaubsorte
im Internet genau betrachtet. Kaum ein anderes Wort ist mit soviel Erwartungen
und Enttäuschungen beladen. Sie werden voller Sehnsucht erwartet („Ich
möchte noch heute den Totenschädel des Mannes küssen, der die Ferien erfunden
hat“, so steht es auf einer Spruchkarte). Andere sehen ihnen mit
Schrecken entgegen, weil sie mit dieser „sinnlosen Zeit“ nichts
anfangen können.
Manche Menschen sind unfähig geworden, sich ihre
Zeit selbst einzuteilen, Entscheidungen zu treffen. Und nun ist keiner da, der
ihnen ständig sagt, was jetzt an der Reihe ist. Für solche Menschen ist schon
ein freies Wochenende eine schwer zu ertragende „sinnlose Zeit“,
Auch in der Ferienzeit muss ich Entscheidungen
treffen. Alltägliche Fragen nach der Zeit des Aufstehens und dem Holen der
Brötchen müssen entschieden werden, aber auch andere :
* Wohin gehen wir heute, wenn es wieder
regnet ?
* Nutzen wir diese Zeit auch zum Besuch
einer Kirche und zum stillen Dasein vor Gott ?
* Welches Buch lese ich in dieser Zeit,
etwa ein religiöses ?
Die Zeit der Ferien ist keine Zeit der Abwesenheit
Gottes, sondern Möglichkeit, sich einmal besonders für ihn Zeit zu nehmen, Zeit
für Gebet, Betrachtung und Anbetung, Zeit für das Lob der Schöpfung. Solche
Zeit ist nie „sinnlose Zeit“, sondern immer ganz
„Sinn-erfüllte Zeit“, da sie Zeit vor Gott ist.
„Wenn du einen Menschen etwas Gutes tun
willst, dann setze ihn vor Gott hin; lehre ihm die Anbetung Gottes."
Dieses Wort einer im kontemplativen Leben erfahrenen Ordensfrau wurde mir in
den letzten Tagen geschenkt, damit ich „einen guten Urlaub“ machen
könne.
Auch Ihnen wünsche ich Zeit für die intensive Begegnung mit Gott in Gebet und Anbetung, damit auch Sie gute, erholsame und sinnvolle Ferien haben.
Pfarrer Armin
Kögler
Liebe Gemeinde,
wenn ich nach dem wichtigsten und höchsten Fest der
Kirche frage, bekomme ich oft zur Antwort: „Na, Weihnachten, Herr
Pfarrer!“ – „Nein, es ist Ostern!“ Diese Antwort
provoziert oft die Frage: „Ja, wieso denn das?“
Mit der Feier des Triduum Sacrum (Heilige
Drei-Tage-Zeit) beginnen wir die Osterzeit, das Fest unserer
Erlösung. Die Kirche versteht seit jeher diese fünfzig Tage von Ostern bis
Pfingsten als einen einzigen Festtag. Es ist „der große Tag des
Herrn“, das Geburtsfest der Kirche.
Doch was ist Kirche? Das Gebäude unter dem Patronat
der hl. Zwölf Apostel? Unsere Gemeinde mit ihren beiden Ortsteilen? Unser
Bistum? An dieser Kirche gibt es viel zu kritisieren, zum Teil zu Recht. Als
ich über diese Dinge nachdachte, fiel mir vor wenigen Tagen der folgende Text
in die Hände:
Zum weisen Einsiedler kamen eines Tages junge
Menschen und erzählten, dass sie von der Kirche enttäuscht seien: Der Pfarrer
ist altmodisch und von der Leitung des Bistums ist auch nichts zu erwarten. In
der Gemeinde hätten die anderen alle ihre Ideen verworfen. Die sind alt und
verknöchert, unvollkommene Sünder. So waren sie sich einig. Deshalb seinen sie
gegangen, um eine vollkommene Gemeinschaft der Gläubigen zu suchen.
Da führte der Einsiedler sie zum alten Gemäuer
seiner Kapelle und fragte: „Was seht ihr?“ - „Altes Mauerwerk
mit viel Unkraut und Moos.“ - „Und doch wohnt Gott in diesem
scheinbar ungepflegten Haus“, meinte der Mönch. „So ist es auch mit
der Kirche. Sie kann nicht rein und perfekt sein, weil sie aus Menschen
besteht. Auch ihr seid Menschen und ich sage euch: Selbst wenn ihr die
vollkommene Kirche findet, sie ist es nicht mehr, sobald ihr sie betretet!“
Mich hat dieser Text sehr betroffen gemacht. Die in
den Augen der Menschen vollkommene Kirche gibt es nicht. Die von Gott
geheiligte Kirche – mit den sündigen Menschen in ihr – ist der
Raum, in dem wir leben können. Wir – und andere mit uns.
Ihnen eine gesegnete
Osterzeit,
Liebe Gemeinde,
Mit diesem Pfarrbrief treten wir
nach wenigen Tagen in die Zeit der Vorbereitung auf das Osterfest ein. Nach
dem Fest der Darstellung des Herrn, das wir mit Kerzenweihe und Prozession am
07.02. nachfeiern werden, klingt noch einmal das Weihnachtsgeheimnis an, bevor
es dann mit dem Aschermittwoch in die Fastenzeit geht.
Jesus fastete 40 Tage und Nächte (vgl. Mt 4,1-11; Mk
1,12–13; Lk 4,1-13), um sich auf sein öffentliches Auftreten vorzubereiten. Es war eine
Zeit der Erprobung. Weshalb fasten wir heute? Tun wir es überhaupt?
Vor einiger Zeit traf ich einen
Bekannten, den ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Er war an Umfang
beträchtlich gewachsen und so spottete ich: „Na, zum Glück beginnt bald
das Fasten.“ Fasten also als Mittel zur Schönheitskorrektur?
Als ich mich am Anfang des Jahres
1999 für 14 Tage in einen kontemplativen Konvent zurückziehen konnte, durfte
ich neue Erfahrungen mit dem Fasten machen. In dieser Zeit lagen drei Fasttage,
an denen es nur am Abend ein „normales“ Essen gab; sonst standen
trockenes Brot und Tee auf dem Tisch. An diesen Tagen war ich sensibler für das
Wirken Gottes. Die Anbetung hatte einen „besseren Geschmack“ und
bei der Lesung in der Hl. Schrift schien es mir, als ob mir vieles leichter
einsichtig wurde, sich mir neu erschloss.
Die
Fastenzeit kann für uns eine Zeit der größeren Sensibilität sein, Gott und den
Menschen gegenüber; eine Zeit des besseren Hinhörens. Dazu muss in unserem alltäglichen
Ablauf einiges ausgeschaltet werden. Lassen Sie doch in der Fastenzeit den
Fernseher, das Radio und die Musikanlage schweigen, damit es in Ihnen still
wird. Lesen Sie in der Hl. Schrift - auch mit der Familie zusammen, und
versuchen Sie einmal bewusster andere Menschen und Gott in den Blick zu nehmen.
So vorbereitet können Sie anders Ostern, das Fest der Befreiung, feiern, Fest
der Befreiung auch von Anhänglichkeiten, die sonst „so normal“
sind.
Auch Ihnen wünsche ich Zeit für die intensive Begegnung mit Gott in
Gebet und Anbetung, damit auch Sie gute, erholsame und sinnvolle Ferien haben.
Liebe Gemeinde,
Woher kommt die Lebenskraft einer Pfarrgemeinde ? Nicht nur aus dem guten
Willen und dem Einsatz der Beteiligten. Sie kommt von Gott, der in der Gemeinde
Lebensraum findet. Sie kommt von Menschen, die Jesus Christus in sich leben
lassen. Sie kommt aus dem Wort Gottes und den Sakramenten der Kirche. Und sie
kommt vom Heiligen Geist, wenn der verantwortliche Pfarrer und die
Gemeindemitglieder, die Trägerinnen und Träger von Charismen sind, sich um die
Einheit im Geist untereinander und mit dem Bischof in der Gemeinschaft der
Weltkirche bemühen. Das ist gar nicht so einfach. Manchmal ziehen alle an einem
Strick – aber jeder in seine eigene Richtung. Doch jedes Charisma, jede
Geistesgabe ist zum Aufbau der Gemeinde bestimmt. Also nicht nur für den
einzelnen oder die eigene Gruppe, sondern für alle. Alle für alle. Alle mit
allen. Eine Herausforderung! Darum ist auch die größte Geistesgabe die Liebe.
So erklärt es der Apostel Paulus (vgl. 1Kor 12–14).. Als neuer Subsidiar, als
Priester, der in der Seelsorge mithilft, möchte ich an dieser Einheit im Geist
mitbauen. Ich freue mich, hier in unserer Gemeinde in Berlin-Schlachtensee/Berlin-Wannsee
mit Ihnen zusammen leben, beten, arbeiten und feiern zu können. Seit Anfang September
habe ich schon mit vielen von Ihnen Gottesdienst gefeiert, mit einigen bin ich
schon ins Gespräch gekommen. Meine Aufgaben werden hauptsächlich die Feier
verschiedener Gottesdienste und die kommende Firmvorbereitung sein. Ansonsten
bin ich als Ökumenebeauftragter im Erzbistum Berlin tätig. Ich vertrete die
Anliegen des Erzbistums und der Ökumene im Ökumenischen Rat Berlin-Brandenburg,
der ein Zusammenschu s svon 30 verschiedenen Kirchen, kirchlichen
Gemeinschaften und Gemeinden ist. Bei der Vorbereitung ökumenischer
Gottesdienste und Begegnungen wie z. B. dem Berliner Fest der Kirchen oder dem
ökumenischen Dankgottesdienst zum 20-jährigen Gedenken des Falls der Mauer in
der Marienkirche am 8.11. bin ich dabei. Ökumene ist dem Gebet Jesu
verpflichtet „dass alle eins seien… damit die Welt glaubt“ (vgl.
Joh 17,21). Das ist auch ein Kernsatz in der Spiritualität der
Fokolar-Bewegung, einer geistlichen Gemeinschaft, der ich seit meiner Jugend
angehöre. Geboren und aufgewachsen bin ich in Berlin-Tempelhof. Theologie habe
ich in Paderborn und Rom studiert, zunächst im Grundstudium, später auch für
die Promotion im Fach „Ökumenische Theologie“. Seelsorgliche Erfahrungen
habe ich in Kreuzberg/Treptow, dem Neuköllner Norden und in Spandau gesammelt,
aber auch bei Aushilfstätigkeiten im Raum Paderborn, bei Rom, sowie in der
Pfalz während meines Sabbatjahres in Speyer.
Wenn Gott Lebensraum unter uns findet, weil wir uns
in der gegenseitigen Liebe um die Einheit in Vielfalt bemühen, dann können wir
etwas von der Gegenwart Jesu unter uns erfahren. Dann gewinnen wir und unsere
Gemeinde Lebenskraft. Ist das nicht eine gute und anspruchsvolle Vorbereitung
auf das Fest der Geburt des Herrn? Ist das nicht eine adventliche Haltung, die
uns das Weihnachtsgeheimnis tiefer verstehen lässt? Ist das nicht eine
Lebenswiese, die uns gut in das kommende Jahr geleitet? Dazu wünscht Ihnen
Gottes Segen
Pfarrer Dr.
Liebe Gemeinde,
Mit Schreiben vom 11. Juli
2009 (Fest des heiligen Benedikt als Patron Europas) hat mich der Herr Kardinal
Georg Sterzinsky zum Pfarrer der Gemeinde Zu den heiligen Zwölf Aposteln
bestellt.
Geboren wurde ich am
22.11.1952 in Stralsund. In einem kleinen Dorf nördlich der Stadt verlebte ich
die ersten 12 ½ Jahre meines Lebens. 1965 zogen wir in die Stadt. In der
dortigen Gemeinde – St. Trinitatis – ging ich zur Erstkommunion und
Firmung, und dort wuchs ich auch über die Ministrantengruppe in die Jugend
hinein. Nach der abgeschlossenen Ausbildung in meinem ersten Beruf (Maler im
Wohnungsbau) wurde ich zur NVA (Nationale Volksarmee) eingezogen. Als diese
Zeit endlich vorbei war, erlernte ich einen zweiten Beruf (Stahlschiffbauer);
in beiden Berufen habe ich auch den Facharbeiterbrief. In diesen Jahren war Klaus
Vopravil in Stralsund Kaplan. Sein überzeugtes priesterliches Leben und seine
Offenheit für uns junge Menschen bewirkte, dass die verschüttete Berufung zum
Priestertum bei mir wieder lebendig wurde. So ging ich 1976 nach Magdeburg an
das Norbertinum, einer kirchlichen Schule, um mich auf das Studium in Erfurt
vorzubereiten. 1980 legte ich dort das Abitur ab und begann mit dem Studium in
Erfurt. 1982 trat ich nach bestandenem Philosophikum in das Benediktinerkloster
auf der Huysburg ein. Als Benediktiner beendete ich 1987 das Theologiestudium.
Nach sechs Jahren verließ ich
1988 das Kloster und ging in die Diözese Berlin zurück. Den Abschluss der
Ausbildung machte ich im Seminar in Neuzelle und wurde dann zusammen mit drei
weiteren Mitbrüdern am 30.6.1990 von Bischof Sterzinsky zum Priester geweiht.
Meine erste Kaplansstelle war
Fürstenwalde; in dieser Zeit wurde das Bernhardinum mit Grundschule, Realschule
und Gymnasium gegründet. 1992 erfolgte die Versetzung nach St. Joseph
Berlin-Rudow, 1994 die nach St. Marien-Liebfrauen in Kreuzberg und 1997 ging
ich als Studentenpfarrer und Kaplan nach Greifswald. 1999 vertraute mir der
Bischof die Gemeinde St. Antonius in Potsdam-Babelsberg an. Diese Gemeinde im
„Speckgürtel“ von Berlin hat sich in den 10 Jahren durch viele
Zuzüge verdoppelt. So konnte ich in unterschiedlichen Gemeinden und Situationen
Erfahrungen in der Seelsorge sammeln. Jetzt freue ich mich auf eine
vertrauensvolle Zusammenarbeit, damit sich das Reich Gottes ausbreitet und die
Kirche von Berlin so ihren Auftrag dem Willen Gottes gemäß gut erfüllen kann.
Pfarrer Armin Kögler
Willkommen und Abschied
Mit Wirkung vom 1. September hat unsere Gemeinde wieder einen neuen Pfarrer.
Wir freuen uns, dass wir mit Pfarrer Armin Kögler einen Geistlichen bekommen
haben, der durch sein Wirken in St. Antonius in Potsdam-Babelsberg auf
langjährige Erfahrungen in einer großen Gemeinde zurückblicken kann. Auch wenn
die Berufung zum neuen Pfarrer erst Anfang September wirksam wird, konnten wir
ihn bereits in mehreren Gremiensitzungen kennen lernen.
Gleichzeitig mit Pfarrer Kögler tritt Pfarrer
Dr. Matthias Fenski seinen Dienst als neuer Subsidiar an. Auch er sei an dieser
Stelle herzlich gegrüßt, wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unserer
neuen „Geistlichkeit“!
Während der letzten neun Monate hatten wir zwar
keinen Pfarrer, sondern „nur“ einen Pfarradministrator, aber diesen
- wenn auch mehr formalen - Unterschied hat man im Gemeindeleben nicht gemerkt.
Wir möchten die Gelegenheit nutzen, uns an dieser Stelle bei Herrn Domvikar
Matthias Patzelt für sein tatkräftiges Wirken in der Übergangszeit zu danken.
Lieber Domvikar, Sie waren nicht nur ein Verwalter, sondern ein
„Gestalter“. Insbesondere in zwei Punkten haben Sie bleibende
Spuren hinterlassen. So haben Sie mit einem gewissen Mut zum einen entscheidend
zu einer Änderung der Gottesdienstordnung beigetragen, und zum anderen das
pastorale Leben in der Gemeinde bereichert: das Angebot der geistlichen Abende
in der Fasten- und Osterzeit stieß bei vielen Gemeindemitgliedern auf großes
Interesse, so dass Ihr „Verlängerungsangebot“ gern angenommen
wurde. Darüber hinaus werden uns Ihre von tiefster Glaubensüberzeugung und
breitem theologischen Wissen geprägten Predigten in Erinnerung bleiben.
Zu guter Letzt möchten wir uns bei unserem
bisherigen Subsidiar Pater Thomas Astan bedanken. Nicht nur wegen seiner
ansprechenden und gleichzeitig fordernden Predigten, sondern auch wegen
seines Engagements bei der Erstkommunionvorbereitung wird er uns in guter
Erinnerung bleiben.
Allen Vorgenannten wünschen wir für ihre neuen
Aufgaben Gottes Segen und die tatkräftige Unterstützung ihrer Gemeinden!
Für die Gremien
Katharina
Brimmer (Vorsitzende des Pfarrgemeinderates)
Andreas Klose (Stellv. Vorsitzender des Kirchenvorstandes)
269 Tage in unserer Pfarrei – Domvikar Matthias Patzelt
Ganze 269
Tage, vom 6. Dezember 2008 bis zum 31. August 2009 war Domvikar Matthias
Patzelt als Pfarradministrator unserer Pfarrei eingesetzt. Eine so kurze Zeit
könnte einen dazu verleiten, einfach darüber hinwegzugehen. Aber, obwohl
Matthias Patzelt nur für einen überschaubaren Zeitraum bei uns gewesen ist und
darüber hinaus normalerweise an zwei Tagen in der Woche in Münster zur
Weiterführung seines Studiums war, hat er doch Spuren hinterlassen.
Als erstes wahrnehmbar für diejenigen, die die
Sakristei in Zwölf Apostel nutzen, ist zuerst einmal die Veränderung, die sich
dort während des Aufenthaltes von Domvikar Patzelt vollzogen hat. Alle Schränke
wurden neu aufgeräumt, der Inhalt geordnet, überflüssige Dinge an anderer
Stelle untergebracht, die Türen beschriftet, so dass jeder ohne Probleme alles
finden kann. Außerdem wurde die Sakristei vollständig renoviert, unter anderem
auch um die während der Heizungsrenovierung entstandenen
„Schönheitsfehler“ zu beseitigen. Als Teil der Kirche hat die
Sakristei in dieser Zeit wieder ein würdiges Aussehen bekommen.
Viel wichtiger als diese äußerlich sichtbaren
Verbesserungen sind für mich die geistlichen Impulse, die von Ihnen, Herr
Domvikar, ausgegangen sind. Besonders erwähnen in diesem Zusammenhang möchte
ich die von Ihnen während der Pfingstnovene angebotene Fußwallfahrt nach St.
Paulus in Moabit und die Glaubensabende, die jeden Donnerstag seit Beginn der
Fastenzeit stattfinden. Da eine Gemeinde eigentlich immer auf dem Weg ist oder
es zumindest sein sollte, war die Fußwallfahrt eine sehr schöne Möglichkeit, sich
die Notwendigkeit des Sichfortbewegens mit Gott noch einmal bewusst zu machen.
Richtig etabliert ist inzwischen der donnerstägliche Glaubensabend. Nicht nur
von mir wird dabei die eucharistische Anbetungsstunde sehr geschätzt. Auch die
Gespräche über die verschiedenen Sakramente und andere Glaubensthemen waren
immer sehr bereichernd. Die Aussage der ältesten Teilnehmerin „Ich freue
mich auf diesen Abend immer schon die ganze Woche.“ und die Tatsache,
dass die Teilnehmer die begonnene Tradition auch in Zukunft fortsetzen möchten,
sprechen für sich. Die gemeinsame Komplet an diesen Abenden hat das
Gottesdienstangebot unserer Gemeinde auf wohltuende Art bereichert.
Lieber Herr Domvikar, ich möchte mich an dieser
Stelle bei Ihnen noch einmal herzlich bedanken für Ihren Dienst in unserer
Gemeinde, für die guten Predigten, die Anstoß und Halt gaben für das Christsein
im eigenen Leben, für die vielen interessanten Gespräche über den Glauben, für
die Kraft spendenden Anbetungsstunden, für die schönen, in Würde gefeierten
Eucharistiefeiern, die eine Begegnung mit unserem Herrn ermöglichten, aber auch
für die Arbeit mit den Ministranten und Jugendlichen und dafür, dass Sie immer
ein offenes Ohr hatten, wenn man Sie gebraucht hat. Gott möchte ich an dieser
Stelle danken für das Wegstück, das wir gemeinsam mit Ihnen gehen durften. Für
Ihre neue Aufgabe als Pfarradministrator unserer Nachbarpfarrei St. Antonius in
Babelsberg wünsche ich Ihnen Gottes Hilfe, seinen Geist und Segen! Ich freue
mich sehr, dass wir im Gebet miteinander verbunden bleiben.
Monika Unland
Lieber Pater Astan,
Nach fast dreijähriger Wirkungszeit in
unserer Gemeinde hat Ihnen unser Kardinal zum 1. September einen neuen
Aufgabenbereich als Kaplan in der gerade fusionierten Pfarrei Maria unter dem
Kreuz, Wilmersdorf, zugeteilt.
Während Ihrer Tätigkeit als Subsidiar in unserer
Pfarrei haben Sie sich oft gewünscht und das auch geäußert, dass Kinder
und Jugendliche mehr am Gemeindeleben teilnehmen und sich heimisch und geborgen
fühlen können.
Ihre Unterstützung während der letzten
Kommunionvorbereitung war vor allem für uns Katecheten eine große Hilfe und
Bereicherung, vieles haben wir inhaltlich auch für uns mitnehmen können. Die
Kinder, die in der Kommunionvorbereitung waren, mochten Sie besonders wegen
Ihrer unkomplizierten und verständlichen Art der Vermittlung des Wortes Gottes.
Als wir die Kinder fragten, was ihnen während der Vorbereitungszeit zu ihrer
Erstkommunion am besten gefallen hat, sagten sie: „Die Fahrt nach
Kirchmöser mit Pater Astan, die Gottesdienste dienstags - und das Kerzengestalten!“
Sie sehen, es wurden Prioritäten gesetzt!
Ihre sonntäglichen Predigten haben uns aufgerüttelt
und zum Nachdenken angeregt, ihre Aktualität und der aktuelle Bezug auf
unseren Alltag (Politik, Wirtschaft, soziale Ungerechtigkeiten) gab auch des
Öfteren den Anreiz zu Diskussionen untereinander, ebenso wie die jeweilige
Länge der Predigt oder die Tatsache, dass es Ihrerseits spontan eine Änderung
in der Gottesdienstordnung gab…
Großes Interesse zeigten Sie ebenfalls in den
augenscheinlich endlos dauernden Sitzungen des Pfarrgemeinderats, Ihr Rat in
pastoralen Dingen war oft hilfreich.
Lieber Thomas, ich erlaube mir, das
„DU“ zu benutzen, denn das hast Du uns, unkompliziert und natürlich
wie Du bist, einmal angeboten und wir haben es gern angenommen und erwidert:
Wir sind froh, Dich kennen gelernt zu haben und
über die Zeit, die wir mit Dir in unserer Gemeinde verbringen durften. In
vielen deiner Erzählungen konnten wir erfahren, wie wichtig Gott im Leben der
Menschen und besonders in Deinem Leben, das sich erst sehr anders gestaltet
hatte, ist.
Für Deine Zukunft wünschen wir Dir von Herzen
Gottes Segen und Beistand. Wir wissen, dass Du uns in Deine Gebete mit
einschließt und werden das im umgekehrten Fall auch tun!
„Gott sei mit dir am Morgen und am Abend, und ganz gewiss an jedem
neuen Tag!“
Andrea Klose
Liebe Gemeinde,
am 12.
Februar des Jahres 304 wurden in Karthago 49 Christen zum Tode verurteilt, weil
sie trotz kaiserlichen Verbots am Sonntagsgottesdienst teilgenommen hatten.
Der Hinrichtung waren scharfe Verhöre und Folterungen vorausgegangen. Auf die
Frage des Richters: „Warum habt ihr euch versammelt, obwohl es vom Kaiser
verboten ist?“, antworteten die Christen: „Wir können ohne die
heilige Messe nicht leben.“
Warum gehen wir zur heiligen Messe? Oder warum
gehen wir nicht? Fehlt uns ohne sie etwas, so wie manchen Kranken, die am
meisten darunter leiden, dass sie den Gottesdienst nicht mehr besuchen können?
Mutter Teresa von Kalkutta wurde von einem englischen Reporter gefragt:
„Woher kommt der Ansporn, das Feuer, die Stärke dessen, was Sie
tun?“ Mutter Teresa gab zur Antwort: „Sie kommen aus Christus und
dem Sakrament.“ „Daher also beginnen Sie jeden Tag mit der heiligen
Messe?“ „Ja, ohne Ihn könnten wir nichts tun.“
Die Eucharistie ist das Vermächtnis Jesu, sein
Testament. Seine Liebe wird greifbar, sooft das Opfer des Neuen Bundes auf dem
Altar gegenwärtig wird. Getrennt von dieser Liebe können wir nichts tun (Joh
15,5). Die Kirche lebt aus der Eucharistie.
Das Fronleichnamsfest soll für uns wieder eine
Chance sein, dass wir uns dem Mysterium der Eucharistie nähern und es als
Quelle aller kirchlichen Erneuerung entdecken. Und dabei kommt es nicht zuerst
auf das verstandesmäßige Erfassen an: Das „Geheimnis des Glaubens“,
d.h. der Tod und die Auferstehung des Herrn wollen nicht zuerst begriffen
werden. Vielmehr sollen wir Ergriffene sein. Und das geschieht nur, wenn wir
auch Mitfeiernde sind, wenn wir uns einlassen auf die Feier der Erlösung, die
in jeder Heiligen Messe begangen wird. An jedem Tag der Woche wird in unserer
Gemeinde Eucharistie gefeiert. Können wir ohne sie nicht leben, wie die
Christen von Karthago, wie die Schwestern von Mutter Teresa? Dann könnten wir
gar nicht oft genug und gar nicht innig genug die heilige Messe mitfeiern.
Aber nicht nur die Messe selbst, auch der Kult, der
der Eucharistie außerhalb der Messe erwiesen wird, hat einen unschätzbaren Wert
für das Leben der Kirche. Die Gegenwart Christi unter den heiligen Gestalten,
die nach der Messe aufbewahrt werden, kommt von der Feier des Opfers her und
strebt auf die sakramentale wie die geistliche Kommunion zu. Hier sind wir
eingeladen, im geistlichen Zwiegespräch und in einer Haltung der Liebe beim
Herrn zu verweilen und aus der Quelle der Gnade zu schöpfen. In seiner letzten
Enzyklika zitierte Johannes Paul II. den Hl. Alfons v. Liguori (Ecclesia de
Eucharistia Nr. 25): „Unter allen Frömmigkeitsformen ist die Anbetung des
eucharistischen Christus die erste nach den Sakramenten; sie ist Gott die
liebste und uns die nützlichste.“
So freue ich mich, dass die wöchentliche Stunde der
eucharistischen Anbetung so gut Anklang gefunden hat, dass der
Wunsch laut wurde, diese Kette des Gebetes mit Pfingsten nicht abbrechen zu
lassen. Sehr gern komme ich dieser Bitte entgegen und lade jeden von Ihnen
weiterhin sehr herzlich donnerstags von 19 bis 20 Uhr nach Zwölf Apostel ein.
Auch wenn Sie nur selten oder nur für ein paar Minuten kommen oder sich
persönlich einen ganz anderen Termin wählen (die Kirchen sind ja tagsüber immer
offen): Die Zeit, die wir dem eucharistischen Herrn schenken, der mitten unter
uns weilt, ist immer gut investiert. Und ich erlaube mir, Ihnen noch
einmal drei besondere Gebetsanliegen ans Herz zu legen: die stete Erneuerung
unserer Gemeinde durch den Heiligen Geist, die sichtbare Einheit aller Christen
und gute geistliche Berufungen zum Priestertum und zum geweihten Leben.
So wünsche ich uns allen Gottes Segen und die
Freude seiner Gegenwart.
Ihr Matthias Patzelt, Domvikar
Pfarradministrator
Liebe Gemeinde,

seit
dem Nikolaustag, dem 6. Dezember 2008, bin ich vom Kardinal von meinen
Pflichten als Pfarrer der Gemeinde Zu den heiligen Zwölf Aposteln entbunden
worden. Seit diesem Tag wird die Gemeinde von Domvikar Patzelt geleitet.
Ich möchte mich von Ihnen allen
verabschieden. Ich habe mich bei Ihnen in Schlachtensee und Wannsee immer sehr
wohl und angenommen gefühlt. Ich war gerne bei Ihnen und für Sie da!
Besonders möchte ich mich bei allen bedanken, die
in all den Jahren mit mir zusammengearbeitet haben, die mich unterstützt und
mir mit Rat und Gebet zur Seite gestanden haben. Ich danke dem lieben Gott,
dass er dies alles so gefügt hat. Möge für meine Arbeit das Wort des heiligen
Paulus gelten: „Von jedem Verwalter verlangt man nur, dass er für treu
befunden werde“ (1 Kor 4,2).
Drei Bitten möchte ich Ihnen mit auf den Weg
geben:
- Achtet
auf den Glauben in den Familien, der nur in betenden Familien wachsen kann.
- Der Altar sei die Mitte der Gemeinde. Gelebter Glaube kann nur sakramental
getragen sein.
- Keiner darf allein stehen. Nur gemeinsam im Tragen und Ertragen kann eine Gemeinde
leben.
Lieber Matthias, Dir wünsche ich
viel Glück und Gottes Segen für Deine Aufgabe, die Gemeinde zu führen. Ich bin
sicher, dass Du von der Gemeinde die gleiche Unterstützung bekommen wirst, die
ich erfahren durfte.
Ich
werde unserer Gemeinde im Gebet immer eng verbunden bleiben und bitte auch Sie
alle um Ihr Gebet!
Gott segne unsere Gemeinde
und Sie alle!
Herzlich,
Ihr Pater Johannes Schwierzi, SDB
Deine
Spuren im Sand ...
Lieber Pater Schwierzi,
in
Ihrem Leben haben Sie viele Spuren Ihrer Liebe, Begeisterung, Zuversicht
und Freude am Glauben hinterlassen, die kein Wind hinwegwehen wird, da sie
unvergesslich in die Herzen der Menschen, die Ihnen begegnet sind, gelegt
wurden. Bevor Sie zu den Salesianern ins Don-Bosco-Heim in
Wannsee kamen, waren Sie in der Nähe von Fulda tätig. Im Don-Bosco-Heim konnten
Sie sich ganz auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen konzentrieren,
die Ihnen immer besonders am Herzen lagen und immer noch liegen. Aus diesem Grund
haben Sie auch, als Sie 1996 in das Pfarrhaus nach Wannsee in die Gemeinde
St.Michael zogen, sich zum Ziel gesetzt, dort die Kinder- und
Jugendarbeit aufzubauen. Mit der Gestaltung der Kindergottesdienste haben Sie
viele junge Familien in diese Pfarrei gezogen. Ihnen haben Sie Ihre Liebe und
den unerschütterlichen Glauben an Jesus Christus vorgelebt und weitergegeben.
Als Religionslehrer in der Sancta Maria Schule in
Wannsee steckten Sie mit Ihrem Frohsinn und Ihrer Offenheit die Kinder an und
weckten deren Neugierde auf den Glauben an Christus.
Die
Feier der Eucharistie und die Erinnerung an Christi Tod und Auferstehung
waren und sind Ihnen am allerwichtigsten. Das Erleben der christlichen
Gemeinschaft und das Aufgehoben sein in Gott hat Ihnen immer wieder Kraft und
Stärke gegeben, Ihre Gemeinde zu leiten. Administration, Personal- und
Finanzfragen waren nicht so Ihr ‚Ding’, das überließen Sie lieber
den dafür zuständigen haupt- und ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern Ihrer
Pfarrei! Sie waren eher der ‚Macher’, führten hier und da
kleinere Reparaturen in Pfarrhaus und Kirche selbst aus, besorgten die
Gartenarbeit und kauften schon mal selbst für größere Feste ein!
Doch
der stetige Wandel und die Weiterentwicklung in unserem Bistum hatten
Neuerungen zur Folge: Ihre ganze Kraft und viel Fingerspitzengefühl waren
gefragt, als im Jahr 2003 die Fusion der Gemeinden St. Michael und Zu den hl.
Zwölf Aposteln in Schlachtensee anstand, die Erreichung dieses Zieles hatte
Ihnen der Kardinal nun zur Aufgabe gemacht.
Dabei
hatten Sie und Pfarrer Schmidt es sich so schön vorgestellt, gemeinsam in den
wohlverdienten Ruhestand zu gehen und die Aufgabe der Fusion einem jüngeren
Priester zu überlassen!
In
dem festen Glauben, dass Gott Ihnen in allen Fragen und Schwierigkeiten zur
Seite stehen wird, zogen Sie im Jahr 2004 von Wannsee nach Schlachtensee ins
Pfarrhaus, um von hier aus beide Standorte in einer Gemeinde zu vereinen. Es
ist eine Gemeinde zusammengewachsen, die sich in vielen Gruppierungen und
Kreisen trifft und lebendig im Glauben wächst. Viele von uns haben den Schritt
‚über die Wannseebrücke’ gewagt und engagieren sich somit an beiden
Standorten auf unterschiedliche Weise.
Alle
Menschen, die mit Ihnen eine Strecke des Weges gemeinsam gegangen sind, werden
Ihre Spuren nicht versanden lassen, sondern sie in ihrem Herzen tragen und Sie
nicht vergessen.
Wir alle wünschen Ihnen
von ganzem Herzen für die Zukunft viel Glück, vor allem Gesundheit und Gottes
Segen, denn: „…Gott ist mit dir am Abend und am Morgen und ganz
gewiss an jedem neuen Tag“!
Der Herr hat seinen
Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.
(Psalm 91, 11)
Katharina
Brimmer (Vorsitzende des Pfarrgemeinderates)
Andreas Klose (Stellv. Vorsitzender des Kirchenvorstandes)
Liebe Gemeinde,
der Hl. Nikolaus ist immer für Überraschungen gut.
Mit Wirkung vom 6. Dezember hat mich unser Erzbischof zum Pfarradministrator
der Pfarrei Zu den heiligen Zwölf Aposteln ernannt. Auch wenn es mittlerweile
schon viele Anlässe zum Kennenlernen gab und wir gemeinsam Weihnachten feiern
durften, will ich die Gelegenheit doch nutzen, mich auch auf diesem Wege noch
einmal kurz vorzustellen.
Geboren bin ich 1973 in Berlin (die Frage, ob Ost- oder West-, ist für mich,
der ich zum Zeitpunkt der Maueröffnung noch im ersten Lehrjahr steckte, nicht
mehr so ganz nachvollziehbar; rodeln war ich vor der Klimakatastrophe
jedenfalls immer in den Müggelbergen). Nach der Ausbildung zum Offsetdrucker,
dem nachgeholten Abitur und sieben Jahren in den Priesterseminaren von Erfurt
und Berlin wurde ich 2001 zum Priester geweiht. Sowohl in Greifswald als auch
in Frankfurt (Oder) war ich Kaplan und Seelsorger der jeweiligen
Studentengemeinde. Seit 2006 bin ich nun Theologenreferent unseres Erzbistums,
d. h. verantwortlich für all die jungen Männer, die sich auf den priesterlichen
Dienst in den Pfarreien zwischen Rügen und dem Fläming vorbereiten. Diese
Aufgabe ist mir z. Zt. ebenso wenig abgenommen wie ein kleines Aufbaustudium,
das mich für zwei Tage in der Woche nach Münster ruft. Nichtsdestotrotz freue
ich mich auf die Wochen / Monate, in denen ich bei Ihnen Dienst tun darf, bis
dann ein neuer Pfarrer gefunden sein wird.
Dieser wird irgendwann zwischen dem I.
Fastensonntag und dem Spätsommer kommen und dann als einziger Priester für die
Gemeinde mit ihren zwei Standorten zur Verfügung stehen. Das bedeutet, dass
auch die Zahl und die Zeiten der Gottesdienste umgehend so gestaltet werden
müssen, dass sie bald von einem Priester allein wahrgenommen werden können.
Nach Beratung mit den pastoralen Mitarbeitern und Vertretern der
Gemeindegremien sehe ich nun zum 1. Februar 2009 den Zeitpunkt gekommen, an dem
wir zu den Sonntagen an jedem Standort nur noch zwei Hl. Messen werden feiern
können; die Vorabendmesse in Zwölf Apostel ist nicht mehr aufrecht zu erhalten.
Ich weiß, dass diese Entscheidung manche Gläubige schmerzen wird; und ich
selbst hätte gern einen anderen Einstand gegeben. Aber kein Priester kann bzw.
darf regelmäßig fünf Sonntagsgottesdienste feiern; und der Wegfall jeder der
anderen vier Hl. Messen wäre noch schwerer vermittelbar gewesen.
Auch wenn ich beim
Schreiben dieser Zeilen die Krippe vor mir habe, führt uns der neue
„Apostel“ doch schon in die Fastenzeit, die in den ersten Jahrhunderten
der Kirche vorrangig die letzte und intensivste Zeit der Taufvorbereitung für
die Katechumenen war. Später, als kaum noch Erwachsene um die Aufnahme in die
Kirche baten, weil alle schon als Kinder getauft worden waren, wurden die
vierzig Tage vor Ostern zu einer Zeit der Tauferneuerung. Wir bitten Gott, dass
er uns die Reinheit des Herzens schenkt, die wir im Augenblick der Taufe gehabt
haben. Das geschieht heute zum einen durch eine gute Beichte; denn echte
Osterfreude kommt von innen aus der persönlichen Begegnung mit der
Barmherzigkeit des Auferstandenen.
Zum anderen feiern wir Tauferneuerung in der Osternacht durch die Erneuerung
des Taufversprechens; der Glaube an den dreifaltigen Gott wird durch die ganze
Gemeinde bezeugt. Als Vorbereitung und Vertiefung einer persönlichen
Ostererfahrung wird es in unserer Gemeinde in diesem Jahr zwei besondere
Gelegenheiten geben: In der Fastenzeit finden in St. Michael in den
Vorabendmessen Fastenpredigten statt, die Pater Astan SDB und ich halten
werden; die Thematik wird noch bekannt gegeben. Und an jedem Donnerstag
zwischen Aschermittwoch und Pfingsten sind Sie zu einem geistlichen Abend in
Zwölf Apostel eingeladen. Wir beginnen mit einer stillen Eucharistischen
Gebetsstunde um 19.00 Uhr, an die sich ein Glaubensgespräch anschließt. Um
21.30 Uhr beten wir die Komplet. Auch wer nur zu einem der Elemente, vielleicht
auch nur zu ein paar Minuten Anbetung kommen kann, ist herzlich willkommen.
So wünsche ich Ihnen allen zuerst eine frohe Faschingszeit und dann
einen guten Start in die heiligen Vierzig Tage.
Ihr Matthias Patzelt, Domvikar
Pfarradministrator
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Letzte Aktualisierung: 28.10.2011 |